Hohenkammer - Das geplante „Wellness Hotel“ auf dem Areal des "Alten Wirt" steht vor dem Aus. Das Sechs-Millionen-Euro-Projekt dümpelt vor sich hin, weil der Investor offenbar kein Geld mehr locker machen will.

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Ein tristes Bild gibt die ehemalige „Alte Post“ in Hohenkammer ab. Seit Wochen tut sich hier nichts mehr. Foto: Fischer
Der Ideengeber und Projektleiter Ali Najjar versteht die Welt nicht mehr. Sein Geschäftspartner habe wohl geglaubt, dass man mit einer Million Euro in Deutschland ein fertiges Hotel bekommt, erklärte Najjar auf FT-Anfrage. Schon mehrfach habe ihm der Inder Nazirul Ajmal weiteres Geld für den Bau des „Wellness Hotels“ zugesagt. Dieser sei sogar mehrmals persönlich angereist, um sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen.
Das ist eine Entwicklung, die auch für Bürgermeister Johann Stegmair etwas überraschend kommt. Wie er im Gespräch mit der Heimatzeitung erklärte, gebe es „mit Genehmigungen keine Probleme, die einen Baustopp rechtfertigen“. Er stehe in Kontakt mit Ali Najjar, habe allerdings noch keine Auskunft über die näheren Umstände des Baustopps erhalten. „Man hat keinen Einfluss“, so der Rathauschef.
Im Gemeinderat waren die bereits im November vergangenen Jahres in Angriff genommenen Veränderungen an der Bausubstanz des ehemaligen Gasthofs „Alte Post“ auf große Skepsis und Unmut gestoßen. Das „orientalische Flair“ rief damals Kritiker auf den Plan, die fanden, dass solch ein Gebäude nicht ins Ortsbild passe. Vielen Bürgern war das „fremdartige“ Aussehen des Hotels sauer aufgestoßen.
Die Mehrheit der Gemeinderäte hatte den Plänen aber zugestimmt - schon deshalb, weil von Seiten des Landratsamts keine Bedenken bestanden. Das Urteil der zuständigen Baubehörde lautete: „Das Hotel ist in der Form genehmigungsfähig.“

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