Freising - 54 Seiten umfasst der Jahresbericht 2009 des Amts für Jugend und Familie, der den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses ausgehändigt wurde. Wichtigste Zahl: 9,4 Millionen wurden unterm Strich ausgegeben.
Bei Einnahmen von knapp 2,3 Millionen und Ausgaben von 11,6 Millionen Euro betrug der Nettoaufwand in der Jugendhilfe im vergangenen Jahr fast 9,4 Millionen. Damit liegt man 840 000 Euro über dem Aufwand von 2008 und höher als all die Jahre zuvor. Zurückzuführen ist dies, so weist es der Bericht aus, vor allem auf den starken Anstieg bei stationären Hilfen.
Allein bei der Heimerziehung stieg der Nettoaufwand um 340 000 Euro auf fast 1,8 Millionen an, die Zahl der Fälle erhöhte sich von 36 auf 51. Schwerpunkt der Jugendhilfeplanung im Jahre 2009 war die Planung im Bereich der arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit.
Zufrieden ist man im Bereich Kindertagesstätten: Wie die Statistik belegt, hat man bei den Kindern unter drei Jahren inzwischen einen Versorgungsgrad von 18,7 Prozent erreicht - 908 von 4847 Landkreisbürgern unter drei Jahre werden derzeit betreut. Um den gesetzlichen Anforderungen in den kommenden Jahren zu genügen, „muss die Ausbaudynamik im Jahr 2010 verstärkt werden“. Auf dem Sektor Kindergarten liegt die Versorgungsquote bei 114,4 Prozent: 4920 Kindern im Alter zwischen drei und sechs Jahren stehen 5630 Kindergartenplätze gegenüber.
Im Bereich der Jugendgerichtshilfe waren 2009 insgesamt 1035 Straftaten von Jugendlichen zu bearbeiten. Im Jahr 2008 waren es 1120. 508 Verfahren wurden im Rahmen einer Gerichtsverhandlung beendet. In 34 Fällen wurde eine Jugendstrafe verhängt, 24 wurden zur Bewährung ausgesetzt. Führend bei der Zahl der Straftaten waren 2009 Freising, Neufahrn und Moosburg. Beispielsweise gab es in Freising 44, in Moosburg 35 und in Neufahrn 46 Gewaltdelikte. Der Anteil ausländischer Straftäter stieg gegenüber 2008 erneut von 17,1 auf 19,2 Prozent.
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