Fahrenzhausen - Manche hatten mit ihren Wagen eine politische Botschaft zu verkünden, andere waren nur dabei, um dabei zu sein. Entsprechend lang und bunt war der Faschingsumzug in Fahrenzhausen.

Für die zahlreichen Zuschauer am Straßenrand war das Defilee der Wagen auch musikalisch ein Wechselbad der Gefühle: Neben den üblichen Stimmungs- und Faschingshits standen Schlager hoch im Kurs, aber auch satte Rockmusik dröhnte teilweise aus den Boxen.
Und es ging international zu: Da die „Griabinga Samurai“ in ihren Japan-Kostümen, dort die Wenger Schützen aus „Sa(u)fari“-Tour. Ferne Länder und Politik vereinten die Frauen und Männer aus Eberhardsbuch mit ihrem rollenden „Tal der Pharaonen“: Pyramiden bauen, so hieß es, sei ein Hit und beim Bauen der Schuldenpyramide baut Merkel kräftig mit. Und wenn einer Gruppe nichts eingefallen war, war selbst das lustig: „Kein Thema ist unser Schema.“
So weit sind die Giggenhausener noch nicht, deren Gefährt ganz laut gegen das „Moosmonster“ protestierte: „Das Giggenhauser Moos wird ruiniert, der Flughafen explodiert“ stand in großen Lettern auf dem Wagen zu lesen.
Ebenfalls mit von der feucht-fröhlichen Partie waren selbstverständlich die „Ghostbusters“ aus Kammerberg-Fahrenzhausen, die Besatzung der „Fürholzer Perle“, die wilden Kerle aus Hohenbercha oder auch eine rollende Dschungelbar. Und dann blitzte wieder die große Politik auf: „Atomkraft ade, Windkraft juche?“. Doch egal, ob Motto oder nicht - auf jedem der bunten Wagen herrschte glänzende Stimmung.

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