021.05.10|Lkr. Freising|Lkr. Freising|1
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Moosburg - Pure Verzweiflung trifft auf blankes Entsetzen: Die zweite außerordentliche Mitgliederversammlung des „Kimm“ am Donnerstagabend glich einem Trauerspiel. Es kam zum Abbruch.

Ratlose Gesichter und Verzweiflung pur: die Mitglieder des „Kimm“-Familienzentrums um Vorsitzende Ida Beubl (r.) bei ihrer zweiten außerordentlichen Mitgliederversammlung im Kampf ums Überleben. foto: hermann
Der Vorsitzenden des Familienzentrums „Kimm“, Ida Beubel, war alles andere als zum Lachen zumute. Im Kampf ums Überleben der Einrichtung wurde sie kläglich im Stich gelassen - vom Großteil des insgesamt 117 Mitglieder zählenden Vereins, von ihren beiden gleichberechtigten Vorstands-Kolleginnen Martina Anglhuber und Daniela Baumann sowie vor allem von Schatzmeisterin Monika Weber.
Letztere sollte eigentlich bis Donnerstag einen kompletten Finanzplan vorlegen - mit einer detaillierten Auflistung aller Einnahmen und Ausgaben des Vereins. Doch die Schatzmeisterin war nicht da - geschweige denn ein Finanzkonzept. Sandra Schönherr brachte es auf den Punkt: „Das Treffen hätten wir uns sparen können." „Jetzt sind wir genauso weit wie beim letzten Mal."
In der Tat: Bei der ersten außerordentlichen Mitgliederversammlung am 21. April wurde nach einer Lösung gesucht, wie man die katastrophale räumliche Situation und die äußerst angespannte finanzielle Lage des „Kimm“ schnellstmöglich beheben kann. Doch eine Lösung war nicht in Sicht. Die Folge: Bis zum Treffen am vergangenen Donnerstag sollte ein detaillierter Finanzplan erstellt, nach Räumlichkeiten gesucht und Mitglieder zum Kampf ums Überleben motiviert werden. Doch Fehlanzeige - eine geeignete Stätte für die Kinderbetreuung wurden bislang nicht ausfindig gemacht, Mitglieder waren noch weniger als beim ersten Treffen gekommen und die Kassenlage blieb weiterhin unklar. Gerade was das Budget angeht, war die Verärgerung der Frauen groß. Deshalb waren sich alle anwesenden Mitglieder einig: „An der Stelle brechen wir ab.“ Die Uhr zeigte 20.55 Uhr.
Zuvor wurde jedoch noch über den Antrag von Rodika Häcker-Christian abgestimmt. Sie plädierte dafür, der Schatzmeisterin eine Frist zu setzen, bis zu der sie den Kassenbericht vorlegen soll. Außerdem wurde von allen Seiten der Wunsch geäußert, dass Monika Weber künftig Mitglied des Vereins sein soll - zum großen Entsetzen der Anwesenden ist sie das nämlich noch nicht. Ebenfalls eine Ende haben soll laut Ellen Andrews die „Schuhkarton-Wirtschaft“ der Schatzmeisterin. Denn, so betonte Gerlinde Mißlinger: „Wir brauchen einen Kassenbericht, der was aussagt.“ Bei dieser Abstimmung hatte Ida Beubl „ein schlechtes Gefühl“ und enthielt sich der Stimme, doch die übrigen Mitglieder drängten auf eine Entscheidung, die letztlich 13 Befürworter fand.
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