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Mehrheit des Stadtrats will Eisstadion im Sommer nicht verstauben lassen

Mehrheit des Stadtrats will Eisstadion im Sommer nicht verstauben lassen

Moosburg - Wie bei der Diskussion um das Public Viewing während der Fußball-WM hat sich auch in punkto Sommernutzung der Eisarena eine Mehrheit gegen Bürgermeisterin Anita Meinelt formiert.

Die Stadt hat rund vier Millionen Euro in die Hand genommen, um den Eissport in Moosburg am Leben zu halten. Das zumindest ist gelungen. Doch bei allen Debatten in der Vergangenheit wurde eines nie ausgesprochen: Eine Sommernutzung kommt definitiv nicht in Frage. Kein Wunder also, dass nun eine Reihe von Stadträten erstaunt war, allen voran Ludwig Kieninger (FW): „Manchmal frage ich mich, ob ich alles nur geträumt habe“, wollte er Bürgermeisterin Anita Meinelt (CSU) an frühere Aussagen erinnern. „Wir haben eine Piste eingebaut, die Inlinehockey-tauglich ist. Das hätten wir doch nicht gemacht, wenn von Beginn an klar gewesen wäre, dass nur Eishockey gespielt werden darf.“

Doch Bürgermeisterin Anita Meinelt blieb eisern: Die Baugenehmigung habe sich auf die Sanierung des Eisstadions bezogen, nicht auf irgendwelche Sommernutzungen. Wenn man diese haben möchte, müsste man eine Nutzungsänderung beantragen - „und dafür werden wir definitiv keine Genehmigung erhalten“. Außerdem, so Meinelt weiter, wäre dies auch unfair den Anwohnern gegenüber. Es sei immer nur um den Eissport, nicht um eine zusätzliche Veranstaltungshalle gegangen. Und man würde ja nicht partout nein sagen zum Inlinehockey, so Meinelt weiter.

Die von der Verwaltung vorgeschlagenen Zeiten kommen aber nach Kieningers Auffassung einer Ablehnung gleich. Für einen Probelauf in diesem Sommer hat Adalbert Schwenzl, Leiter für kommunalen Hochbau, die Zeiten in Anlehnung an die Verordnung über ruhestörende Haus- und Gartenarbeiten in seinem Beschlussvorschlag festgelegt. Sprich: Wochentags darf bis 19 Uhr, samstags bis 17 Uhr trainiert werden. Man sollte sich an den anderen Sportstätten orientieren, schlug Chris Marschoun (SPD) vor. „Oder soll es so weit gehen, dass es künftig sonntags keine Fußballspiele mehr geben darf?“

Sportreferent Georg Hadersdorfer (FW) verwies auch auf die anderen Sportanlagen da draußen, darauf, dass Fußballspiele im Sommer erst um 18 Uhr angepfiffen werden. Wenn das jetzt mit solchen Problemen mit den Anwohnern verbunden sei, „dann sind die Sportstätten an der Stelle wohl fehlgeplant“. Anton Neumaier, Gerd Beubl (SPD) und Dieter Abele hielten Bürgermeisterin Anita Meinelt vor, dass im Stadtrat durchaus immer von einer Sommernutzung die Rede war. „Wir müssen jetzt eben Maßnahmen ergreifen, damit das auch möglich ist“, sagte Beubl im Hinblick auf den Lärmschutz.

Kieningers Antrag, Montag bis Freitag zumindest bis 20 Uhr, samstags bis 18 Uhr Inlinehockey für Vereine zu genehmigen, wurde mit 15:3 Stimmen abgesegnet.

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