005.09.10|Lkr. Freising|Lkr. Freising|
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Freising - Seit 25 Jahren gibt es den Freisinger Volksfestlauf. Das wurde am Samstag gefeiert - mit tollen Rennen und einem attraktiven Rahmenprogramm.

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Der Neufahrner Helmut Bach konnte am Samstagnachmittag ebenfalls ein Jubiläum feiern: Er ist der einzige Läufer, der bei allen 25 Freisinger Volksfestläufen am Start war. Der 75-Jährige konnte über seine diesjährige Zeit aber nur den Kopf schütteln: „Es lief bei mir überhaupt nicht“, klagte er nach dem Zieleinlauf. „Ich hatte heuer einen Stein im Bauch. Aber Hauptsache, dass ich die zehn Kilometer durchgehalten habe.“ Die schönsten Volksfestläufe seien immer die gewesen, erinnerte sich Helmut Bach zurück, als er in seiner Altersklasse gewonnen habe. Heuer reichte es immerhin für den vierten Platz.
Beim Internationalen Straßenlauf über zehn Kilometer setzte sich der Favorit aus Kenia, Jonathan Koilegai, souverän durch. Kurzfristig wackelte sogar der Streckenrekord (29:44). Dazu hätte aber vielleicht der Zweitplatzierte, der Marzlinger Sebastian Hallmann, den Kenianer noch mehr fordern müssen. „Ich hätte schon noch etwas zulegen können“, meinte Hallmann nach dem Rennen, „aber ich laufe in einer Woche bei den deutschen Meisterschaften und durfte mich deshalb nicht auspowern.“ So ging Koilegai mit der dennoch beachtlichen Zeit von 30:08 durchs Ziel, gefolgt von Hallmann mit 30:58. Einen klasse dritten Platz erkämpfte sich Martin Holnburger von der LAG Mittlere Isar.
Bei den Frauen war Bernadette Pichlmaier (LAG Mittlere Isar) nicht zu bremsen. Sie lief ein souveränes Rennen und gewann in 35:47. „Ich bin ganz zufrieden“, strahlte die deutsche Marathonmeisterin. „Der heutige Volksfestlauf war fester Bestandteil in meinem Trainingsprogramm. Nächstes Wochenende geht’s zu den deutschen Meisterschaften.“ Die LAG Mittlere Isar war bei den Frauen sehr erfolgreich: Platz drei sicherte sich Judith von Adrian vor Anna Hösl.
Ein einsames Rennen lief der Freisinger Sebastian Titze beim Volkslauf der Freisinger Bank über sechs Kilometer. Bei seinem Start-Ziel-Sieg (20:12) hatte er keinen Konkurrenten zu fürchten. „Dennoch habe ich jetzt sehr schwere Beine“, so Titze. „Das liegt daran, dass ich soeben von der Militärweltmeisterschaft zurückgekehrt bin, bei der ich sehr anstrengende Wettkämpfe hatte.“
Um die nächsten drei Plätze lieferten sich Marcus Almening aus München (22:02) und die Freisinger Michael Heilmeier (22:03) sowie Andreas Pfnür (22:05) ein Fotofinish. Bei den Frauen hatte beim Volkslauf der Freisinger Bank die Freisingerin Alexandra Mitschke (Team Number 1) in 25:34 knapp die Nase vorne vor Claudia Wagner (LAG Mittlere Isar) mit 25:37 und Barbara Gruber (Munich Airport Runners) mit 25:39.
Publikumsmagnet waren - wie gewohnt - die vier Rennen der Kinder und Jugendlichen: Die Sechs- bis Zehnjährigen nahmen ihr Rennen schon sehr ernst. Der achtjährige Niklas Pfeiffer (Team Number 1) ist schon einmal Zweiter geworden und freute sich heuer über seinen Sieg in der Altersklasse M8. Die 1000 Meter schaffte er in 4:04. Eigens trainiert habe er für den Lauf nicht, „aber ich spiele auch Baseball, und da muss man auch immer schnell rennen können“. Der Zweitplatzierte Johannes Goletz (SpVgg Zolling) und der Drittplatzierte Benedikt Ostermeier (SV Vötting) schöpfen ihre läuferischen Qualitäten aus dem Fußball.
Dass rund um den Marienplatz die nötige Stimmung aufkam, dafür sorgten unter anderem auch die beiden Moderatoren, Sebastian Wanzke (Stadtverband für Sport) und Max Riemensberger - und natürlich die Sambagruppe Safado. Und wer nach seinem Lauf über schlappe Beine klagte, konnte sich vom Physiotherapiezentrum „M Plus“ durchkneten lassen. Dass vor allem die teilnehmenden Kinder Preise erhielten, dafür sorgte vor allem der neue Hauptsponsor Freisinger Bank. Mitveranstalter Sebastian Wanzke: „Ich glaube, das war heute eine runde Sache, ein echtes Highlight im Freisinger Sportkalender.“
Dass alles so reibungslos klappte, dafür waren - wie schon in den vergangenen 24 Jahren - Cheforganisator Josef Huber zusammen mit Franz Simmel vom LC Freisinger und die vielen Helfer vom LC, vom Roten Kreuz, von der Polizei und von der Feuerwehr Freising verantwortlich.
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