Freising - Die Wirte sind entsetzt: Der Ausgang des Volksentscheids, so befürchten einige, treibt sie in den Ruin. Die Stimmung schwankt zwischen Resignation und Kampfansagen.

Volksfest-Wirtin Irene Widmann, die Mitglied im Aktionsbündnis für die Beibehaltung der bisherige Regelung war und sich für dafür eingesetzt hat, dass es „bleiben kann, wie es ist“, zeigt sich bitter enttäuscht vom Ausgang des Volksentscheides. „Es ist genug mit den Einschränkungen“, empört sich die Freisinger Festwirtin. Für Willkür sieht sie nun Tür und Tor geöffnet: „Was mach ich denn, wenn ich jemand beim Rauchen erwische, ihn des Zeltes verweise und er dann beim anderen Eingang wieder hereinkommt?“
„Ich kann zusperren,“ stellt Mitko Banenkin, Betreiber des Jazzcafés am Landratsamt nach Bekanntwerden der Ergebnisse des Volksentscheides resigniert fest. Das Lokal hat er vor über einem Jahr als Raucherclub eröffnet. „Die meisten Leute kommen, weil sie es gewöhnt sind, hier zu rauchen“, gibt Banenkin zu bedenken. Dass nun alles aus sein soll, empfindet er als Angriff auf die persönliche Freiheit.
„Dann stehen eben am Freitag nachts um 3 Uhr 50 Leute vorm Lokal“, mutmaßt "Abseits-Wirt" Michael Brommont. Auf alle Fälle benötige er dann mehr Personal. Seine Mitarbeiter seien nämlich allesamt Raucher und wollten auch zum Qualmen rausgehen.
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