215.01.10|Lkr. Freising|Lkr. Freising|16
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Landkreis - Ausgelaugte Schüler, besorgte Eltern, ein übervoller Lehrplan – dass es mit dem G8 so nicht weitergehen kann, ist mittlerweile jedem klar. Nun hat Kultusminister Ludwig Spaenle mit Nachbesserungen reagiert – die Auswirkungen bleiben aber noch abzuwarten.

Büffeln bis zum Umfallen muss auch der 16-jährige Thomas Teuner (siehe Kasten unten). Foto: Conrad
Kultusminsiter Ludwig Spaenla will beim achtstufigen Gymnasium nachbessern. Ein besorgter Brief der Arge Oberbayern Mitte der Landeselternvereinigung der Gymnasien in Bayern (LEV) an das Kultusministerium sowie an den Landtag dürfte dazu beigetragen. Alle Elternbeiräte der Gymnasien im Landkreis unterstützen diese Forderungen. „Runter mit den Anforderungen", verlangt auch Selma Beck, stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende am Dom-Gymnasium. Sie weist darauf hin, dass sich das künftige Abitur nicht an dem bisherigen Leistungskursniveau orientieren könne und das Kultusministerium dringend „realistische Musterabituraufgaben“ vorlegen müsse.
Dass außerdem eine Reduzierung der Anzahl der Wochenstunden dringend nötig ist, bestätigt auch Franz Waldherr, Elternbeiratsvorsitzender am Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium in Moosburg. Nicht selten würden bei ihm besorgte Eltern anrufen, weil ihre Kinder „apathisch und abgeschlagen“ zu Hause säßen.
Oberstudiendirektor Franz Vogl, Schulleiter des Oskar-Maria-Graf-Gymnasiums in Neufahrn, räumt ein, dass bei den Eltern große Unsicherheit herrsche.
Peter Spanrad, stellvertretender Schulleiter des Camerloher-Gymnasiums, erklärt, dass „die Belastung der Schüler schon phänomenal“ sei.
An den Schulen werden Maßnahmen ergriffen, um die Lage des ersten G8-Jahrgangs zu verbessern: Der Elternbeirat des Dom-Gymnasiums wird sich laut Selma Beck Ende Januar mit der Schulleitung zusammensetzen. Gleiches gilt für das Moosburger Gymnasium: „Für Januar ist ein runder Tisch geplant“, berichtet Franz Waldherr.
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