Hohenbercha - Wie soll ich meinen Betrieb weiterführen? Diese Frage treibt immer mehr Bauern um - der Beratungsbedarf steigt. Vielfältige Hilfe gibt es - unter anderem - vom Maschinenring.

Die Interessen der Bauern wollen auch künftig Ludwig Flörs (r.) und Rudi Wildgruber (2.v.r.) vertreten. Links Maschinenring-Geschäftsführer Wolfgang Lang, daneben der Vorsitzende Josef Haller. Foto: Fischer
Derzeit finden die Vorwahlen für die örtlichen Gebietsvertreter des Maschinenrings im Raum Freising statt. Die Kandidaten für den Bereich Kranzberg-Fahrenzhausen und Allershausen, Paunzhausen und Hohenkammer stehen fest: Rudi Wildgruber aus Ast und Ludwig Flörs Junior aus Leonhardsbuch erklärten sich bereit, weiterhin als Ansprechpartner für die Landwirte in der Umgebung zur Verfügung zu stehen. Die offizielle Wahl der Gebietvertreter findet Ende Februar statt.
Etwa 40 Landwirte hörten im „Hörger“ einen Vortrag von Christian Fendt, seines Zeichens Berater der „MR-Consult“ anzuhören. Geschäftsführer Wolfgang Lang hatte während einer Vorstellung der Service-Leistungen des Maschinenrings nicht umsonst betont: „Man wird als Landwirt immer mehr zum Unternehmer.“ Da bedeute etwa auch, sich beim Fuhrpark nach Alternativen umzuschauen - und sich eventuell auch einmal einen Schlepper zu leihen.
Leise Kritik erntete Fendt, weil fast in allen seinen Beispielen Biogasanlagen vorkamen. „Eine pro Ort sollte reichen“, wandte einer der Bauern ein. Fendt entgegnete, dass Biogas derzeit nun Mal eine Rolle spiele. Er habe sich die Biogasanlagen nicht ausgesucht. Die Frage die sich bei den Beratungen stelle, laute einzig und allein: „Wie kann ich meinen Laden organisieren“. Daraus folgten zwangsläufig Überlegungen wie „wo steht der Betrieb zur Zeit und wie soll er sich entwickeln“. Letzteres hängt laut Fendt maßgeblich davon ab, wie viele Leute die Landwirtschaft ernähren soll und wie lange die ältere Generation beispielsweise noch mithelfen kann? Sich die Arbeit mit anderen Landwirten zu teilen, bestimmte Betriebszweige auszulagern oder zu automatisieren, womöglich ganze Betriesbereiche in Lohnarbeit zu vergeben, das alles kann nach den Worten von Fendt helfen, einen Betrieb, der in Schwierigkeit geraten ist, wieder auf Vordermann zu bringen.
Nach Ansicht von Maschinenring-Chef Josef Haller steigt die Nachfrage nach Betriebsberatungen. Der Maschinenring bietet, wie Fendt gleich zu Anfang verriet außerdem Orientierungs- und Strategieseminare.

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