Landkreis - Eine positive Verkehrsbilanz zieht Polizeihauptkommissar Josef Demmel von der Inspektion Freising für 2011: Es gab nur fünf Verkehrstote, auch Schwerverletzte waren weniger zu verzeichnen. Kinder und Jugendliche sind im Kreis recht sicher - dafür wurden 1300 Wildunfälle gemeldet.
Bereits im Jahr 2010 ist im Landkreis Freising die Anzahl der tödlichen Verkehrsunfälle um 40 Prozent gesunken. 2009 verunglückten elf Menschen tödlich, während 2010 sechs Menschen starben. 2011 mussten bei fünf Unfällen fünf Verkehrsteilnehmer ihr Leben lassen - ein Rückgang von über 16 Prozent. Bayernweit ist die Zahl der tödlichen Unfälle dagegen um 15 Prozent gestiegen.
Im vergangenen Jahr blieb die Gesamtzahl der Unfälle im Landkreis mit 4554 nahezu gleich. In all diesen Zahlen sind die Unfälle auf den beiden Autobahnen (A 9, A 92) nicht berücksichtigt. Dort ereigneten sich laut Polizeipräsidium Oberbayern Nord insgesamt 2789 Unfälle (elf Tote, 84 Schwerverletzte). Die Zahl der Schwerverletzten in Demmels Zuständigkeitsbereich ging von 114 im Jahr 2010 auf 101 in 2011 zurück.
Einen Anstieg von zehn Prozent gibt es bei den Unfallfluchten: 825 Fälle kamen 2011 bei den Polizeidienststellen im Kreis zur Anzeige - 768 im Vorjahr. Die Aufklärungsquote von 36 Prozent bewertet die Polizei als gut.
Die Polizei musste 1300 Wildunfälle (Vorjahr: 1296) aufnehmen - das sind fast 30 Prozent der Gesamtunfallzahl (4554). In 1068 Fällen kollidierten Rehe mit Fahrzeugen - gefolgt von Hasen, Füchsen, Dachsen und Wildschweinen. Es verletzte sich dabei glücklicherweise nur eine Person schwer.
Als Grund für die positive Bilanz nennt die Polizei auch die Arbeit der Unfallkommission: In den jüngsten Jahren beseitigte man mit umfangreichen Straßenbaumaßnahmen wie an der B 13-Kreuzung in Hohenkammer oder mit Leitplanken an der B 11 einige Unfallschwerpunkte.

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