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Althegneberg: Neue Giftköder gefunden

Althegnenberg - Die Verunsicherung in Althegnenberg wird immer größer. Schon wieder haben Hundebesitzer giftige Köder im Garten gefunden.

Das giftige Schneckenkorn wurde mit Hundefutter vermischt.

Ratlos: Gisela (r.) und Herbert Helmstetter (2.v.r.) zeigen Erwin Ostermeier von der Polizeihundestaffel Proben des Giftköders, den sie in ihrem Garten in der Lindenhofstraße gefunden haben. Auch (v.l.) Anita Kleebauer und Christel Sperber sorgen sich um ihre Hunde. Fotos: voxbrunner

Viele von ihnen fragen sich jetzt, wie sie ihre Zamperl schützen können - und greifen zu teilweise ungewöhnlichen Mitteln. Am Schlimmsten aber ist das Misstrauen. Dass Border-Collie-Mischling Maxi (3) nichts von dem blau-braunen Brei gefressen hat, der etwa zwei Meter hinter dem Gartenzaun lag, ist purer Zufall. „Mein Mann hat sie in dem Moment erwischt, als sie daran geschnuppert hat“, schildert Frauchen Gisela Helmstetter. „Er hat einen solchen Schrei getan, dass Maxi sofort abgelassen hat.“ Ähnlich erging es Nachbarin Christel Sperber mit ihrer Hündin Daisy. Sie deckte die giftige Masse mit einer Tonschale ab, legte eine Plastikfolie drüber, beschwerte das Ganze mit Steinen und alarmierte die Polizei. Sie will genau wie die Helmstetters Strafanzeige gegen Unbekannt stellen.

Aufrufe wie dieser sollen Hinweise auf den Täter liefern.

Dass im Ort ein Hundehasser umgeht, steht außer Frage. Schon in der vergangenen Woche mussten zwei seiner Opfer in einer Germeringer Tierklinik behandelt werden, weil sie von dem Gift gefressen hatten. Beide überlebten, bei einem Hund war es jedoch richtig knapp. Die Köder waren in allen Fällen gleich präpariert: eine große Handvoll leicht angefeuchtetes Trockenfutter, vermengt mit dem Schneckenkorn. Und alle waren in Gärten von Hundebesitzern verteilt. Polizei-Sprecher Michael Fischer rät Hundebesitzern dazu, künftig einen kritischen Blick in den Garten zu werfen, bevor sie ihre Vierbeiner rauslassen. „Meistens werden solche Köder auf öffentlichen Wegen gefunden. Hier geht es aber ganz gezielt gegen Hundebesitzer.“ Einen Verdacht, wer zu solchen Gemeinheiten fähig sein könnte, gibt es derzeit nicht.

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