Maisach - Martin Wölzmüller referierte beim Bauernjahrtag des Isidori-Vereins zum Thema „Heimat gestalten? Vom guten Umgang mit Dorf und Landschaft“.
Der Geschäftsführer des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege schickte nach seinem Vortrag bedächtige Worte in die Runde: „Nachdenken und öffentlich sagen: Bis hierher und nicht weiter.“ Was Wölzmüller damit meinte, hatte er in seinem einstündigen Vortrag verdeutlicht, der noch weitaus länger hätte dauern können („I kannt a drei Stund‘ drüber redn.“). Er spielte auf die seiner Ansicht nach fragwürdige Bebauung in der Landschaft an. Da würden sich riesige Betonklötze von Supermärkten in ein urbayerisches, idyllisches Landschaftsbild drücken, Windräder sich hinter barocken Kirchen einreihen, von einem derzeit beliebten Baustil ganz zu schweigen: „Toskana-Villa – der versteinerte Urlaubstraum in terracotta, da würd‘ sich jeder Italiener umdrehn“, so Wölzmüller.
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