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Fürstenfeldbruck - Unbekannte habne einen Brandanschlag auf die acht Flugzeuge verübt, die noch auf dem früheren Fursty-Gelände stationiert sind. Eine Maschine wurde völlig zerstört.

Sie schlugen in der Nacht auf Samstag zu: Der oder die Feuerteufel müssen über den Zaun zum umstrittenen Flugplatz Fürstenfeldbruck gelangt sein. Sie nahmen die Tankdeckel der Maschinen ab, steckten Tücher hinein, zündeten sie an. Eine Maschine brannte völlig aus, andere wurden beschädigt.
Acht kleine Flieger stehen noch am Flugplatz, sie sind in offenen Hallen auf dem Gelände des ehemaligen Militärflughafens untergebracht. Seit Jahren streiten die Anwohner mit den Piloten über den Lärm. Die Tage der Luftfahrt in Fürstenfeldbruck sind längst gezählt. Und jetzt auch noch ein Brandanschlag. „Ich bin ziemlich am Ende“, sagt Flugplatzchef Andreas Boehl.
Das Feuer wurde erst Samstagfrüh entdeckt, als Flugleiter Werner Schünke seinen Dienst antreten wollte. In einem Bunker konnte er Schlimmeres verhindern. Mit einem Besen kehrte er die Lunte vom Tank weg. Dass das gefährlich hätte werden können, wurde ihm erst hinterher bewusst. Der zerstörte Motorsegler gehörte einem Piloten aus Maisach. Die Polizei beziffert den Schaden auf 30 000 Euro. Die Kripo ermittelt. Über die Täter nachdenken mag Fliegerchef Andreas Boehl nicht: „Es ist Unsinn zu spekulieren. Ich verstehe nur nicht, wie jemand fremdes Eigentum zerstören kann.“
Die Nazis hatten den Flugplatz 1936 gebaut, die US-Air Force übernahm nach dem Krieg, 1957 ging das Areal an die Luftwaffe, die 1997 abzog. Boehl will auch größere Maschinen landen lassen, die Staatsregierung unterstützte ihn zunächst, favorisiert nun aber das Konzept der Nachbargemeinde Maisach. Die will dort die Traber aus Daglfing und eine Teststrecke von BMW unterbringen.
Thomas Steinhardt
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