Superbanner

Fursty: Kaum beginnt der Rückzug, da kommt auch schon die Ablehnung

Fursty: Kein Zivilverkehr auf Ex-Fliegerhorst

030.06.10|FFB|FFB|10
Drucken|Empfehlen|Schrift   a  /  A||recommendbutton_count130

Schliessen

Druckvorschau

Artikel: Fursty: Kein Zivilverkehr auf Ex-Fliegerhorst

Fürstenfeldbruck - Der ehemalige Militärflugplatz Fürstenfeldbruck darf nicht in einen zivilen Flugplatz für Kleinflugzeuge umgewidmet werden. Diese Entscheidung hat die Regierung von Oberbayern am Mittwoch bekanntgegeben.

© Voxbrunner

Will die Angelegenheit ordentlich zu Ende bringen: Andreas Boehl, Geschäftsführer der Brucker Zivilflieger, baut derzeit den Zaun ab, der vor 20 Jahren bei der Eröffnung des Flugplatzes gefordert wurde.

Die Flieger sind gerade dabei, ihre Zelte auf dem ehemaligen Fursty-Gelände abzubrechen, da erreicht sie ein Brief, auf den sie über vier Jahre lang gewartet haben.

Nämlich die Antwort der Regierung von Oberbayern auf den Flieger-Antrag, auf dem ehemaligen Militärareal einen Flugplatz für die allgemeine Luftfahrt einzurichten.

Die letzte Karte im Poker um das ehemalige Militärareal dürfte gespielt sein, die Gemeinde Maisach hat den Kampf gegen die Flieger um deren Geschäftsführer Andreas Boehl gewonnen. Dies vor allem dank der Entwidmung des Geländes von seiner Eigenschaft als Flugplatz durch das Verteidigungsministerium.

Nun endlich hat auch die Regierung von Oberbayern ihre Ablehnung in ein Kuvert gepackt und in die Post gegeben - eine Ablehnung, die eine Kehrtwende um 180 Grad innerhalb von zwei Jahren bedeutet, wie aus der Begründung jetzt hervorgeht.

Das Ganze funktionierte so: Die Flieger reichten ihren Antrag im Jahr 2006 beim Luftamt, das der Regierung von Oberbayern untersteht, ein. Nach diversen Gutachten hielt das Amt den Antrag zwei Jahre später für genehmigungsfähig. „Wegen der besonderen Schwierigkeit des Falls“ bat dann allerdings das Wirtschaftsministerium, das die Flieger früher unterstützt hatte, um alle Unterlagen. Das Ministerium verbot dem Luftamt kurz darauf, den positiven Bescheid auszusprechen, bevor nicht das Landesentwicklungsprogramm (LEP) geändert sein würde und nahm sogar eine Untätigkeitsklage der Flieger in Kauf.

Genau auf dieses mittlerweile vom Landtag modifizierte LEP stützt das Luftamt nun sein Nein. Denn das LEP will keinen neuen Verkehrslandeplatz in der Region. Grund unter anderem: Die hohe Bevölkerungsdichte und daraus resultierende „multipolare Interessenskonflikte“.

Die Behörde begründet auch, warum aus ihrer Sicht ein weiterer Flugplatz in der Umgebung gar nicht nötig ist. Flieger mit einem Gewicht bis 5,7 Tonnen könnten in Augsburg, Landshut und Manching landen - allesamt Städte, die via Bahn und Straße gut mit München verbunden seien. Außerdem stehe unter anderem der einem Verkehrslandeplatz vergleichbare Sonderplatz Jesenwang für die kleineren Flugzeuge zur Verfügung. Freilich habe Jesenwang, das räumt das Luftamt ein, „in seinem bisherigen Ausbauzustand“ seine Kapazitätsgrenzen erreicht.

Die Flieger können nun theoretisch Klage gegen den Bescheid erheben. Darüber wird beraten.

Für die Flugsportgruppe, die vor einiger Zeit auf dem verbleibenden Militärareal untergekommen ist, hat die Entwicklung einen positiven Aspekt. Sie hat ebenfalls gestern die Erlaubnis bekommen, bis auf weiteres relativ ungehindert fliegen zu dürfen. Bis Mitte Juli soll Genaueres entschieden sein.

zurück zur Übersicht: Lkr. Fürstenfeldbruck

Schliessen

Artikel empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.

  • BlinkList
  • del.icio.us
  • Folkd
  • Furl
  • Google
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • oneview
  • Yahoo MyWeb
  • YiGG
  • Webnews
Diese Seite bookmarken bei...

Lesen Sie auch:

Mit dem Stab zur Teamfähigkeit

Mit dem Stab zur Teamfähigkeit

St. Ottilien - Die 11. Jahrgangsstufe des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums St. Ottilien war eine Woche zu Gast in der Frankenwarte Würzburg, Akademie für politische Bildung.Mehr...

Kommentare

Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.

Karte Landkreis FürstenfeldbruckGilchingGermeringFürstenfeldbruckGrafrathMoorenweis/GeltendorfMammendorfMaisachOlchingPuchheimzurück zur Region

Wetter für München und Bayern

Besonders beliebt

  • Meistkommentierte Artikel
  • Meistgelesene Artikel
  • Themen

Stadträte wollen Fliegerhorst-Workshop selbst moderieren

Fürstenfeldbruck - Mit einer Lenkungsgruppe wollen die Stadträte die Planungen auf dem freiwerdenden Fliegerhorst-Areal voranbringen und steuern. Und zwar vorangig in Eigenregie.Mehr...

Schüsse in Germering: Drogendealer geschnappt

Germering - Eine riesige Polizeiaktion mit Verfolgungsjagd, mehreren Schüsse und Straßensperren: Fast wie in einem Actionfilm hat die Polizei am Donnerstagabend in Germering einen Drogendealer geschnappt.Mehr...

Wieviel Bauschutt lagert auf dem Golfplatz?

Puchheim - Über die Menge des auf dem geplanten Puchheimer Golfplatzes gelagerten Bauschutts herrscht Unklarheit. Der Umweltbeirat der Stadt fordert nun das Landratsamt auf, eine Kontrolle durchzuführen.Mehr...

Schüsse in Germering: Drogendealer geschnappt

Germering - Eine riesige Polizeiaktion mit Verfolgungsjagd, mehreren Schüsse und Straßensperren: Fast wie in einem Actionfilm hat die Polizei am Donnerstagabend in Germering einen Drogendealer geschnappt.Mehr...

Nachrichten aus dem Würmtal

Bäume weichen Kinderzentrum

Bäume weichen Kinderzentrum

Planegg - Für den geplanten Neubau der Mensa für das Planegger Kinderhaus mussten an der Pasinger Straße sechs Bäume weichen. Die Gemeinde will den Verlust wieder ausgleichen - und pflanzt deshalb fleißig.Mehr...

Nachrichten aus München

Starkbier-Fest: "Fonsi" verrät erste Details aus seiner Rede

Starkbier-Fest: "Fonsi" verrät erste Details aus seiner Rede

München - Christian Springer ist vom „Triumphator“-Anstich im Löwenbräukeller nicht mehr wegzudenken. Dieses Jahr steht er noch mehr im Mittelpunkt. Vorab verriet er dem Merkur ein paar Highlights aus seiner Rede.Mehr...

Baumängel in der Pinakothek - Museum muss schließen

Baumängel in der Pinakothek - Museum muss schließen

München - In der Rotunde der Pinakothek der Moderne sind minderwertige Ziegel verbaut worden. Untersuchungen haben gezeigt: Die marode Mauer muss für bis zu eine Million Euro repariert werden. Dafür muss das Museum schließen.Mehr...

Aktuelle Videos

Videos werden geladen...0:00
Bild mit Ladehinweis

Weitere Informationen für dieses und andere Videos werden geladen...

Abspielen

Alle Videos

-cQsQSjKe1q6Y14uLo3ivuElQ2zsPqi5W8XyhmnDpmk.http://www.merkur-online.de/media/video/37063960011755456930

Artikel lizenziert durch © merkur-online
Weitere Lizenzierungen exklusiv über http://www.merkur-online.de

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

SkyScraper