Olching - In der Versuchsstation der Technischen Universität München (TU) auf Gut Roggenstein wird heuer doch kein Genmais angebaut.
"Wir haben entschieden, unsere Kräfte und Ressourcen auf unsere eigene Forschungsarbeit zu konzentrieren", sagt TU-Sprecher Ulrich Marsch. Ursprünglich war angedacht gewesen, dass die TU für das Bundessortenamt eine sogenannte Wertprüfung auf Gut Roggenstein durchführen soll. "Wir haben die Anfrage abgelehnt, weil es sich bei der Wertprüfung nicht um eine wissenschaftliche Aufgabe handelt", sagt Marsch. Die Entscheidung der Universität habe nichts zu tun mit der Kritik von Umweltminister Markus Söder. Der Minister hatte sich am Dienstag im Landtag dafür ausgesprochen, Freilandversuche auf staatlichen Flächen zu reduzieren und das Bundessortenamt kritisiert, weil es in Bayern neue Versuche mit Genmais starte.
Die Entscheidung der TU bedeutet nicht automatisch, dass auf Gut Roggenstein nie wieder genmanipulierte Pflanzen angebaut werden. "Wir bestehen auf die Freiheit von Forschung und Lehre und behalten uns vor, selbst Freilandversuche durchzuführen", sagt Marsch.
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