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Mammendorf - Das Mammendorfer Freibad wird 25 Jahre alt. Doch wird es weiter bestehen?

Frischer Sommerregen vom Wasserpilz: Der Wasserspender wird an heißen Tagen gerne genutzt. Fotos: archiv
Auch wenn das Mammendorfer Freibad auf der Kippe stand - das Überleben der Freizeitanlage gilt mittlerweile zumindest auf absehbare Zeit als sicher.
Am 30. Juli vor genau 25 Jahren wurde das Freibad offiziell eröffnet. Schon damals waren die Kosten ein heißes Thema. Im Kreistag hatten sich aber die Stimmen durchgesetzt, die nach den großen Schulbauten im Osten des Kreises auch dem Westen etwas Schönes für die Infrastruktur angedeihen lassen wollten. 13 Millionen Mark kostete die Anlage damals. Heute muss der Kreis im Jahr rund 500 000 Euro für sie aufwenden. Enthalten ist das jährliche Betriebsdefizit und die Bedienung der Kredite.
Zu Beginn des Jahres ging es deshalb wieder ums Geld und um die Frage, ob es nicht besser wäre, das Bad zu schließen. Wie es jetzt aus dem zuständigen Referat im Landratsamt heißt, hätten sich die „Wellen und Strudel, in die das Bad und der angeschlossene Jugendzeltplatz gekommen zu sein schienen, geglättet und aufgelöst“. Viele „Kanäle“ seien ausgespäht worden, um das Bad nicht austrocknen zu lassen. Ein wesentlicher Rettungsring sei die finanzielle Beteiligung der Gemeinde Mammendorf in Höhe von 50 000 Euro beim Freibad und die Übernahme des Winterdienstes rund um die Anlage. „Wenn die Badegäste dem Freibad weiter so die Treue halten und der Landkreis nicht völlig in Sozialkosten ertrinkt“, werde der Rettungsring auch halten, heißt es in der launig gehaltenen Erklärung. Außerdem, so wurde gestern deutlich, hofft man auch noch auf Sponsoren, die helfen wollen, das Defizit weiter zu verringern. In der nächsten Woche werde man mehr wissen. Klar sei aber: Ein Sommerfreibad ist ohne mehr oder minder großes Defizit nicht zu betreiben.
Wie das Referat vorrechnet, haben seit der Eröffnung fast 2,5 Millionen Gäste in dem Bad Erfrischung gesucht. 125 000 Zelt-Freunde übernachteten auf dem Platz daneben. Im Rekord-Jahr 2003 kamen 140 000 Besucher. Es gab aber auch Jahre, in denen nur die Hälfte davon auftauchte - das Jahr 2010 könnte in der Liste der Besseren einen Platz finden. Erstmals seit langem wurde wieder einmal ein Tages-Topwert erreicht, nämlich die Marke von 4400 Besuchern an einem Sonntag.
Die Anlage, wie man sie heute kennt, entstand übrigens nicht in einem Zug. Nach langen Debatten sollte eine sehr viel kleinere Variante gebaut werden. Als als die Bagger schon da waren, setzte sich aber die größere Lösung mit Strömungskanal, Wasserpilz, Rutschen und Kleinkinderbereich durch. Die 173 Meter lange Riesen-Rutsche wurde im Jahr 1984 auf den Weg gebracht. Die letzte größere Neuerung war der Bau des Kiosks im Jahr 1991 - jetzt stünde dringend die Sanierung der Sanitär- und Umkleidemöglichkeiten an.
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