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Fürstenfeldbruck - In Bruck bahnt sich eine kleine archäologische Sensation an. Bei Ausgrabungen wurden die Reste einer römischen Holzvilla entdeckt.
Das Gebäude wurde nach bisherigen Erkenntnissen im 1. Jahrhundert nach Christus gebaut. Es ist damit die älteste römische Villa im Landkreis. Im gesamten Großraum München sind nur drei weitere Villen dieses Typs bekannt. Das erklärt Jochen Haberstroh, Referatsleiter München und Oberbayern für Bodendenkmäler im Landesamt für Denkmalpflege.
Das eigentlich Spannende an der Brucker Grabungsstätte ist das Nebeneinander von römischen und keltischen Fundstücken. „Es gibt Gefäß-Bruchstücke, die spätkeltische Traditionen abbilden“, sagt Haberstroh. Für die Forschung seien diese Funde „exorbitant wichtig“. Denn sie beweisen, dass Westkelten dieses Gebiet besiedelten, bevor die Römer anrückten. „Man kann sogar einen direkten Kontakt zwischen den Westkelten und den Römern vermuten.“ Für den Archäologen ist das ein Beleg für die Theorie, dass sich die beiden Bevölkerungsgruppen begegneten, sich bekämpften und dann miteinander arrangierten. Es gibt nämlich auch die gegenteilige historische Auffassung, Römer hätten sich grundsätzlich nur in bis dato unbesiedelten Gebieten niedergelassen.
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