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Fürstenfeldbruck - Die herbstliche Influenza- und Erkältungswelle fällt heuer besonders heftig aus. Zusammen mit der Schweinegrippe fegt sie in vielen Schulen Klassräume und Lehrerzimmer fast leer.

Schneuzen statt Pauken: Reihenweise sind Schüler und Lehrer an Grippe erkrankt, viele müssen zuhause bleiben. Foto: Archiv
In der Puchheimer Schule Süd sind drei Klassen die ganze Woche vom Unterricht befreit: Schweinegrippe. Gleiches gilt für eine 7. Klasse in der Gröbenbachschule im benachbarten Gröbenzell. Im örtlichen Gymnasium gab es bereits 15 Fälle von Schweinegrippe. Aktuell sind dort zehn Prozent der 1300 Schüler wegen Erkältung oder Influenza krank gemeldet. Auch 20 Lehrer fehlen. Im Gymnasium Olching muss eine achte Klasse daheim bleiben. 13 Schüler sind krank. Ob sie Schweinegrippe haben, oder eine saisonale Influenza weiß momentan niemand. Direktor Ralf Kaulfuß: „Wenn zu viele Schüler fehlen, lohnt sich der Unterricht sowieso nicht.“
Allein gestern wurden dem Gesundheitsamt 20 neue Verdachtsfälle von Schweinegrippe im Landkreis gemeldet, vier wurden bestätigt. Warum die herbstliche Grippe- und Erkältungswelle heuer so heftig ausfällt und einige Wochen zu früh kommt, erklärt der Leiter des Gesundheitsamtes Dr. Rudolf Summer: „Das hängt mit der klimatischen Umstellung zusammen. Wir hatten eine frühe und heftige Kältewelle.“
Im Germeringer Carl-Spitzweg-Gymnasium muss sogar Direktor Georg Gebhardt für Vertretungsstunden einspringen. „Wenn ich schon mal in Klassen stehe, dann fehlen viele Lehrer.“ Seine Schule trifft vor allem die „normale“ Grippe. In einer achten Klasse fehlen über 13 Schüler. Zwei Schulaufgaben wurden schon verschoben.
Gebhard: „In so einer Situation bekommt man eine leichte Vorstellung davon was passiert, wenn wirklich eine Pandemie ausbricht.“
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