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43 mögliche Standorte für Windräder

Landkreis Fürstenfeldbruck - An 43 Stellen im Landkreis sind Windkraftanlagen theoretisch möglich. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Landkreises im Rahmen des Klimaschutzkonzepts.

Auf den grünen Flächen ist die Windkraft laut Plan des Teams für Technik möglich, auf den anderen nicht. Grafik: Ertl fussend auf Team für technik

Die Karte ist genauer als die zuletzt vom Umweltministerium vorgelegte. Wie oft und wie stark der Wind genau weht, ist Gegenstand späterer Untersuchungen.

Auf allen Flächen, die auf der Karte grün gekennzeichnet sind, sind Windräder denkbar. Das Papier ist ein erster Schritt in Richtung eines gemeinsamen, kreisübergreifenden Flächennutzungplans, in dem die Kommunen (bis auf Althegnenberg) Standorte definieren wollen.

Die Flächen hat das Büro „Team für Technik“ im Ausschlussverfahren ermittelt. Besonders wichtig: die Abstände. Zu allgemeinen Wohngebieten wurden die vorgeschriebenen 800 Meter eingehalten, zu Gewerbeflächen 500 und zu Industrieanlagen 300 Meter. Außerdem wurden natürlich Straßen ausgeschlossen, Siedlungen, Strommasten und Teile von Naturschutzgebieten wie etwa Überschwemmungsflächen. Als Sonderflächen gelten das Altenheim Marthashofen und der Noch-Fliegerhorst. Hier wurden auch 800 Meter Abstand eingezeichnet. In letzterem Falle, weil dort Wohnbebauung zu erwarten sei, sagte Harald Zwander vom Team für Technik. Prinzipiell sind dem Papier die Festsetzungen im bayerischen Winderlass zu Grunde gelegt.

Bei der Vorstellung der Karte sprach Landrat Thomas Karmasin nun von einem „wesentlichen Schritt auf dem Weg zur Energiewende“, auch wenn klar ist, dass diverse weitere Untersuchungen nötig sind, bis wirklich irgendwo ein Windrad gebaut wird - etwa genaue Messungen der Windstärke.

Der wesentliche Unterschied dieser Karte zu der des Umweltministeriums besteht darin, dass in ihr Waldflächen nicht ausgeschlossen wurden. Denn warum, so fragte sich Gemeindetagschef Johann Thurner, soll über den Wipfeln in 140 Meter Höhe kein Wind wehen?

Der Wind: Das eigentlich zentrale Thema bleibt bei all dem noch vage. Denn die im Windatlas aus dem Jahr 2010 genannten Geschwindigkeiten gelten als sehr ungenau. In Wirklichkeit dürften die Windstärken viel größer sein, mutmaßte Zwander, was er mit dem Hinweis auf ein Gutachten im Kreis Starnberg begründete, dessen Ergebnisse den Atlas übertrafen. In diesem Zusammenhang werden mit Spannung die Messungen der Stadtwerke Bruck erwartet, die bei Mammendorf Stärken messen. Genaueres soll Ende März vorliegen. Landrat Karmasin („Man kann nicht sagen, dass bei uns kein Wind weht“) begrüßt es, dass der Kreis hier unterschätzt wird.

Die Karte soll nun von den Gemeinderäten diskutiert werden. Im nächsten Schritt wird das Büro Brugger aus Aichach eine Feinuntersuchung vornehmen, bei der landschaftliche Aspekte, Denkmalschutz oder erweiterte Abstände zu Wohnhäusern untersucht werden. Diese Studie wird die Windflächen weiter einschränken.

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