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Artikel: Molekularbiologe löscht in seinem Science-Fiction-Buch die Entdeckung Amerikas
Eichenau - Wer an Science-Fiction denkt, der hat höchstwahrscheinlich ein Bild durch den Weltraum fliegender Raumschiffe mit futuristisch anmutenden Gestalten an Bord vor Augen.

Vom Bereich Science war es nur ein kleiner Schritt zur Fiction: Buchautor Rüdiger Marcus Flaig. Foto: Gehre
Star Wars, Raumschiff Enterprise oder Mars Attacks sind die Klassiker dieses Genres. Für Rüdiger Marcus Flaig hingegen wollen diese Geschichten nicht so richtig den Anspruch wissenschaftlicher Dichtung, wie man den englischen Begriff „Science Fiction“ übersetzen könnte, erfüllen. Deshalb hat der promovierte Molekularbiologe, Übersetzer und Firmenchef einen Roman geschrieben, der so gar nicht in das gewohnte Bild hochtechnisierter Weltraummenschen passen will.
„Rauchender Spiegel“ heißt das Werk, das sich mit einer Welt beschäftigt, wie sie ohne die Entdeckung Amerikas im Jahr 1492 aussehen könnte (siehe Kasten). Geschrieben hat der Wissenschaftler sein Buch bereits im Jahr 1996. „Aber ich war lange Zeit zu beschäftigt, um auf Verlegersuche zu gehen“, sagt er.
Ein Blick auf den Werdegang des 38-Jährigen offenbart, warum der Wissenschaftler lange keine Zeit hatte, sich mit solch profanen Dingen zu beschäftigen. Allein seine diversen Titel, Auszeichnungen und Namenszusätze füllen mehrere Zeilen. Sogar die Bezeichnung Chevalier, also die Erhebung in den Ritterstand, kann sich das Multitalent auf die Fahnen schreiben. Dass er nebenbei noch zwölf Sprachen spricht, erscheint da schon fast als Nebensache.
Inspiration für seinen ersten Roman fand der Ordensträger der heiligen Agatha zum einen in seiner Herkunft, seine Vorfahren mütterlicherseits stammen aus Mittelamerika, zum anderen in seiner wissenschaftlichen Arbeit. „Wenn man im Bereich Science arbeitet, ist es bis zur Fiction nicht mehr weit“, sagt Flaig. Für den 38-Jährigen gehen Beruf und Hobby fließend ineinander über.
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