Fürstenfeldbruck - Die Zivilflieger haben das frühere Fursty-Areal verlassen, jetzt schlägt die Stunde der Flugsportgruppe.

Da hilft nur Ohrenzuhalten: Das Firmen-Team um Speditions-Geschäftsführer Thomas Paar (6.v.l.) leidet unter dem Fluglärm. Auch Norman Dombo (3.v.l.) von der Initiative gegen Fluglärm beklagt die Fliegerei. Foto: voxbrunner
Deren Piloten dürfen nach dem Abschied der Flug-GmbH im Moment von ihrer Startbahn im Militärgelände so ziemlich ohne Beschränkung in die Luft gehen und auch Platzrunden drehen - Anwohner klagen über den Lärm.
„Das geht schon in der Früh los, das ist eine massive Beeinträchtigung der Lebensqualität“, schimpft Thomas Paar, Geschäftsführer einer Spedition in Maisach. Seine Mitarbeiter leiden unter dem Lärm, der vor allem bei den Platzrunden der bis zu zwei Tonnen schweren Flieger entsteht. „Die kreisen über meiner Firma und fliegen immer schön an die Häuser ran. Muss das sein? Warum haben die eine solche Narrenfreiheit?“, fragt er sich. Sogar in seinem Wohnort Emmering habe er ständig das Motorengebrumme im Ohr. Nach all den Entwicklungen rund um Fursty fühle er sich über den Tisch gezogen, sagt Paar. Er ist überzeugt: Die Gegend sollte fliegerfrei sein.
Solange die Zivilflieger noch auf der anderen Seite des Zauns waren, hatte die Flugsportgruppe wegen des problematischen Parallelbetriebs etliche Beschränkungen. „Viele Piloten konnten da nicht fliegen, die starten eben jetzt, das fällt den Leuten auf“, sagt Herchenröder. Er betont, dass die Flieger Rücksicht nehmen wollen. „Wir haben uns selbst Beschränkungen auferlegt.“ Am Wochenende wird demnach in der Mittagszeit zwischen 11 und 13 Uhr nicht geflogen, die Zahl der Platzrunden am Stück ist auf fünf begrenzt. Am Samstag und Sonntag seien solche ganz untersagt. Die Platzrunden seien übrigens für die Ausbildung der Piloten wichtig, gerade bei der Umschulung auf eine andere Maschine. Herchenröder betont: „Wir wollen nur den Status Quo, wir wollen keine kommerziellen Flugschulen ansiedeln oder ähnliches.“ Dass die Flieger Lärm verursachen, wolle er nicht in Abrede stellen. Trotzdem sei auch zu betonen, dass die Wahrnehmung sehr subjektiv sei.
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