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Eichenau - Ein ungewöhnliches Wetterphänomen war am Freitagmorgen am Himmel zu sehen: Eine extrem seltene Walzenwolke schob sich über Bayern.

© Björn Grüber
Die Wolke “Morning Glory“ über Eichenau.
Die Wolke entdeckte Björn Grüber gegen 7 Uhr beim Frühstück: "Sie zog auf uns zu", erzählt er. Der Drachenflieger wusste sofort, dass er gerade etwas Ausgewöhnliches zu sehen bekam. Er zückte die Kamera und machte die Bilder. Bis zum 100 Kilometer lang können „Morning Glorys“ werden, weiß Grüber.
Dann rollte der Wolkenschlauch mit 30 bis 50 Stundenkilometern weiter über den Münchner Osten hinweg. Ungewöhnlich: Als die Wolke über Björn Grüber hinweg flog, wehte kräftiger Wind - danach war es wieder windstill. Die anderen - normalen - Wolken am Himmel bewegten sich gar nicht, so Grüber.
Eine “Morning Glory“ geht Gewitterfronten voran. An der Vorderseite der Wolke entstehen starke Aufwinde, an der Rückseite sinkt die Luft ab. Die Aufwinde spürte Björn Grüber. Es entsteht scheinbar eine Rollbewegung. Die Walzenwolke wird daher auch “roll cloud“ (“rollende Wolke“) genannt. Für Drachenflieger bietet sie ideale Bedingungen.
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