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Fürstenfeldbruck - Das lange Warten auf das Turbo-Internet hat ein Ende. Als erste Gemeinde Bayerns wird Moorenweis von Mobilfunkbetreiber Vodafone mit der Long-Term-Evolution-Technik (LTE) versorgt.
Auch Adelshofen, Jesenwang, Grafrath, Mammendorf und Türkenfeld profitieren davon. Die Begeisterung hält sich allerdings in Grenzen. Grund: Die Signale kommen aus der Luft und nicht übers Kabel.
Damit künftig Übertragungsraten bis zu 50 mb pro Sekunde möglich sind, werden ab Ende September an einer Sendeanlage in Moorenweis Antennen ausgetauscht. Das Signal von dort ist so stark, dass auch die anderen Orte etwas abkriegen. Ab Dezember können mehrere tausend Haushalte in Windeseile im Internet surfen.
Vodafone hat bei der Frequenzauktion der Bundesnetzagentur für 1,43 Milliarden Euro neue Frequenzen ersteigert. Bedingung war, dass der unterversorgte ländliche Raum als erstes davon profitiert. Wer das Angebot nutzen will, muss aber Vodafone-Kunde werden. Der Moorenweiser Bürgermeister Joseph Schäffler begrüßt die Initiative. Allerdings sei der Hauptort schon jetzt relativ gut mit Internet versorgt. „Es wäre aber prima, wenn es auch in kleineren Ortsteilen wie Dünzelbach besser wird.“
Wie Schäffler verweist jedoch auch Robert Kaiser, Geschäftsführer der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Mammendorf, auf Unsicherheiten beim Mobilfunk. „Es ist zwar gut, dass es auch mit dem Funk-Internet vorwärts geht“, sagt er. „Wenn aber zu viele Leute gleichzeitig eine Verbindung wollen, kann es Probleme mit der Stabilität der Leitung geben.“ Vor allem Unternehmen bräuchten eine zuverlässigere Lösung. Die VG-Gemeinden Mittelstetten, Landsberied, Jesenwang, Hattenhofen sowie Nassenhausen und Luttenwang hätten sich daher entschlossen, Kooperationsverträge mit der Telekom abzuschließen - eine Entscheidung pro Glasfaserkabel.
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