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Schöngeising - Drei Stunden lang haben Schöngeisinger Urgesteine Anekdoten und Erinnerungen aus der Dorfgeschichte im voll besetzten Pfarrsaal zum Besten gegeben

Der Abend mit Schöngeisinger G’schichten lockte viele Zuhörer an. Alle Plätze im Pfarrsaal waren besetzt. Foto: Kiener
Statt zum Zahnarzt gingen die Schöngeisinger zum Bader, wenn sie nicht mehr richtig beißen konnten, erzählte Georg Schmölzl, den die Altvorderen als den Fischerbauer kennen. Gezogen wurde der schmerzende Zahn mit einem Schnürl, das an der nächsten Türklinke befestigt wurde. Einmal hat die Methode nicht so recht funktioniert, und der Patient wurde auf dem Motorrad nach Bruck gebracht. "Da hing dem des Schnürl noch aus dem Mund heraus", erinnerte sich Schmölzl. Der Bader verkaufte nebenher auch noch Radl – schon damals schien es hilfreich, sein Ein- und Auskommen mit mehreren Standbeinen zu sichern.
Die Hunde wurden vor Jahrzehnten noch im Schulhaus untersucht: "Des mit de Hund, des war eine echte Katastrophe. Wenn die zusammengekommen sind, dann sind die aufeinander losgegangen wie die wilden", erinnerte sich der Fischerbauer. Hundeschulen habe es halt damals noch nicht gegeben.
Weil der Abend der Schöngeisinger Gschichten so ein Erfolg war, soll eine Neuauflage stattfinden, wie Organisatorin Christine Höppner sagte. Spätestens zur 1250-Jahrfeier Schöngeisings im Jahr 2013. (akk)
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