Garmisch-Partenkirchen - Auf der Zugspitze fiel am Montag der Startschuss für den "Solarfonds Garmisch-Partenkirchen 2011". Das ehrgeizige Ziel: Die Alpine Ski-WM in zwei Jahren soll CO2-neutral werden.

Sonnige Aussichten: (v. l.) Christian Neureuther, Peter M. Endres, Miriam Gössner, Staatskanzlei-Chef Siegfried Schneider und Thomas Schmid auf der Zugspitze. Foto: Kornatz
Bis zu 11.000 Tonnen CO2-Ausstoß, den der Verkehr (mit einem Anteil von 90 Prozent daran), die Medien sowie die Beschneiungsanlagen während der Alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2011 in Garmisch-Partenkirchen zusätzlich verursachen, soll der „Solarpark“ in den kommenden 20 Jahren kompensieren. Auf der Gipfelstation der Bayerischen Zugspitzbahn (BZB) entsteht die Pilotanlage. Die ersten Module sind installiert, weitere bis zu einer Gesamtfläche von rund 100 Quadratmetern sollen in diesem Jahr folgen.
Das Ziel ist ehrgeizig: Auf Dächern in Garmisch-Partenkirchen sollen Fotovoltaikanlagen errichtet werden. Derart viele, dass sie in der Summe – bei voller Leistung – bis zu ein Megawatt Strom pro Stunde ins Leitungsnetz liefern. Das entspricht dem Verbrauch von etwa 300 Haushalten. Wie viele Dächer dazu notwendig sind, ist derzeit nicht vorherzusagen: Die Leistung der Module ist stark abhängig von der Ausrichtung und der Neigung der Dächer. So sollen in 20 Jahren die 11 000 Tonnen CO2 vermieden werden.
Der Ehrgeiz hat auch Christian Neureuther, ehemaliger Ski-Star und "Solarbotschafter", gepackt. Bei der Fußball-WM 2006 in Deutschland sei es noch nicht gelungen, die Ski-WM 2011 jedoch solle die erste Großveranstaltung werden, die CO2-neutral stattfindet. (matt)
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