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Branchenübergreifender Kampf gegen Grüne Gentechnik

Eschenlohe - Gemeinsam will man Widerstand gegen die Grüne Gentechnik leisten: Zahlreiche Organisationen gründeten nun die unabhängige Plattform Zivilcourage Garmisch-Partenkirchen.

Großes Interesse: Kreisbäuerin Christine Singer (l.) sprach vor rund 120 Interessierten. Darunter waren (am Tisch v. l.) Referent Christoph Fischer, Bauern-Kreisobmann Nikolaus Onnich, Landrat Harald Kühn, Stephan Palkowitsch (MR) und Anton Speer (Schaukäserei Ettal). Auf der anderen Tischseite sitzt Vize-Kreisbäuerin Elisabeth Krötz (l.). Foto: roy

Großes Interesse: Kreisbäuerin Christine Singer (l.) sprach vor rund 120 Interessierten. Darunter waren (am Tisch v. l.) Referent Christoph Fischer, Bauern-Kreisobmann Nikolaus Onnich, Landrat Harald Kühn, Stephan Palkowitsch (MR) und Anton Speer (Schaukäserei Ettal). Auf der anderen Tischseite sitzt Vize-Kreisbäuerin Elisabeth Krötz (l.). Foto: roy

Schon vor Wochen wurde beim Landfrauentag des Bauernverbands die Agrogentechnikfreie Region Garmisch-Partenkirchen ausgerufen. Landwirte aus dem Landkreis erklärten, kein gentechnisch verändertes Saat- und Pflanzgut sowie Futtermittel auf ihren Betrieben zu verwenden.

Doch dies war nur der erste Schritt. Der zweite folgte am Freitagabend in Eschenlohe. Vertreter verschiedenster Organisationen und Verbände hoben im Brückenwirt Zivilcourage Garmisch-Partenkirchen aus der Taufe.

Die Bewegung Zivilcourage geht auf Christoph Fischer aus Söchtenau (Kreis Rosenheim) zurück. Mittlerweile gibt es sie in vielen Landkreisen. Ihr Ziel ist, einer breiten Basis von Landwirten und Verbrauchern Informationen und Hintergründe der Agro-Gentechnik zugänglich zu machen. Es gehe darum, sich selbst über die Nachteile und die nicht mehr umkehrbaren Folgen zu informieren und dieses Wissen im eigenen Umfeld weiter zu vermitteln, heißt es.

Nach Fischers Einschätzung ist Handeln dringend geboten. „Wir stehen an einem Punkt, an dem es nicht mehr egal ist, was wir tun“, bekräftigte er vor rund 120 Interessierten. Die grüne Gentechnik rufe Entwicklungen hervor, die keiner bremsen oder rückgängig machen könne.

Anschließend erklärten Vertreter diverser Organisationen, bei der Initiative mitzuwirken. Darunter waren die Kreis-Imker, Gartenbauvereine, Gärtner, die Schaukäserei Ettal, die Oberländer Trachtenvereinigung, der Maschinen- und Betriebshilfsring Oberland (MR), die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung, Waldbesitzer, der Verband landwirtschaftlicher Fachschulabsolventen und Milchbauern. Kreisbäuerin Christine Singer hatte zudem Zusagen des Bunds Naturschutz, der Bäcker-Innung und der Frauenliste Oberammergau erreicht.

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