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Drei Projekte für Garmisch-Partenkirchen

Garmisch-Partenkirchen - Mit dem Bau des Kramertunnels, einem Zentrum für Nachhaltigkeit und dem Projekt Modellstadt Elektromobilität stehen drei große Vorhaben für Garmisch-Partenkirchen auf dem Programm.

Kramertunnel:Offizieller Baubeginn

Gegraben haben sie schon seit ein paar Wochen, jetzt ist der Baubeginn für den Kramertunnel auch offiziell: Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) gab gestern bei einer Feierstunde auf der Baustelle mit einem symbolischen Knopfdruck den Startschuss für das Millionenprojekt, das der Marktgemeinde Verkehrsentlastung bringen soll. „Die Staatsregierung legt größten Wert auf ein effektives Verkehrsnetz im Freistaat und wird sich daher mit aller Kraft für den Ausbau der Infrastruktur einsetzen und um finanzielle Unterstützung durch den Bund werben, nicht nur im Hinblick auf Olympia", sagte Seehofer laut Mitteilung.

Vorausgegangen war jahrelanger Streit. Der Kramertunnel soll die Anlieger der Bundesstraße im Ortsteil Garmisch von starkem Verkehrslärm und Abgasen besonders durch den Ausflugsverkehr am Wochenende entlasten. Täglich fahren nach Angaben von Seehofer weit mehr als 10 000 Fahrzeuge durch Garmisch-Partenkirchen. Die geplante Umgehungsstraße sei eine der teuersten Straßenbaumaßnahmen in Bayern und koste den Bund mehr als 133 Millionen Euro. Die Röhre gilt auch als wichtiger Baustein für die Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Andreas Scheuer, sicherte für die notwendigen Vorarbeiten des Erkundungsstollens 35 Millionen Euro zu. „Der Bund ist fest entschlossen, die notwendigen Maßnahmen zur Umfahrung von Garmisch- Partenkirchen durch den Kramertunnel durchzuführen", sagte er. Das Bauprojekt sorgt nur noch zeitweise für Diskussionen in der Region. Am Rande der Feierstunde protestierten einige Menschen gegen den geplanten Tunnel.

Zentrum für Nachhaltigkeit

Nach Olympia die Sintflut? Dieser Eindruck soll nicht entstehen. Deshalb richtet der Freistaat in Garmisch Partenkirchen ein Zentrum für Nachhaltigkeit ein - das der Bewerbung um die Winterspiele 2018 nützen soll. In dem Gebäude soll während Olympia das Medienzentrum untergebracht werden, auf einer Fläche von über 10 000 Quadratmetern. Die Aufgaben des Zentrums umfassen laut Plan Forschung, Lehre und Beratung zu anwendungsorientierten Nachhaltigkeitsstrategien - mit dem Fokus auf regionalen Strategien für den Alpenraum. Eine Expertengruppe soll bis Mitte 2011 ein Konzept vorlegen.

Modellstadt Elektromobilität

Auch in Sachen Mobilität soll Garmisch-Partenkirchen vorbildlich werden - mit Hilfe von Elektrofahrzeugen. Die Marktgemeinde soll im Zuge der Olympiabewerbung die zweite bayerische Modellstadt für Elektromobilität werden. Die erste ist Bad Neustadt in Unterfranken. Elektrofahrzeuge sollen langsam in neue Mobilitätskonzepte, in die Energieversorgung vor Ort und in die kommunalen Planungen integriert werden. mm/dpa

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