Superbanner

Gemeinde stellt sich Diskussion über Zukunft des Mahnmals

117.06.09|Landkreis GAP|Landkreis GAP|6
Drucken|Empfehlen|Schrift   a  /  A||recommendbutton_count130

Schliessen

Druckvorschau

Artikel: Gemeinde stellt sich Diskussion über Zukunft des Mahnmals

Mittenwald - Der „Stein des Anstoßes" hat für viel Gesprächsstoff gesorgt im Ort. Heute soll ein klärendes Gespräch zwischen den Initiatoren und Bürgermeister Adolf Hornsteiner stattfinden.

Das Mahnmal wurde am 4. Juni vom Mittenwalder Bahnhofsplatz abtransportiert. Seither wird es an einem geheimen Ort aufbewahrt. Foto: fkn

Das Mahnmal wurde am 4. Juni vom Mittenwalder Bahnhofsplatz abtransportiert. Seither wird es an einem geheimen Ort aufbewahrt. Foto: fkn

Adolf Hornsteiner sieht dem brisanten Termin heute Nachmittag gelassen entgegen. Um 14 Uhr wird der Mittenwalder CSU-Bürgermeister im Rathaus Vertreter des Arbeitskreises „Angreifbare Traditionspflege“ empfangen – zu einem klärenden Gespräch über die Zukunft des sogenannten „Stein des Anstoßes“.

Das Denkmal zu Ehren der Nazi-Opfer hatte die Initiative am Samstag vor Pfingsten im Rahmen einer Demonstration auf dem Mittenwalder Bahnhofsplatz unbeobachtet aufgestellt. Und eben das sorgte für reichlich Gesprächsstoff in der Marktgemeinde. Fünf Tage später ließ Vize-Bürgermeister Georg Gschwendtner (CSU) in Vertretung des urlaubenden Rathaus-Chefs das zirka 1,5 Meter hohe „Geschenk“ aus Sicherheitsgründen wieder entfernen.

Die Initiatoren hatten das als „Affront gegen die Überlebenden und Opfer des nationalsozialistischen Regimes“ gewertet. So wollen es die Mittenwalder Volksvertreter aber nicht verstanden wissen. Deshalb hatte Gschwendtner betont, dass er inhaltlich mit dem Text auf der Stele leben könne und zeitgleich angeboten, gemeinsam über „eine geeignete Maßnahme an geeigneter Stelle“ zu diskutieren.

„Wir hatten Gespräche ja schon im Vorfeld der Demonstrationen angeregt“, erinnert Hornsteiner. „Wir sind bereit, die Dinge beim Namen anzusprechen.“ Das sei seinerzeit leider nicht zustande gekommen, soll aber heute nachgeholt werden. „Mit der momentanen Situation sind ja alle Seiten unzufrieden“, sagt er. Es ist kein Geheimnis, dass die linken Demonstranten, deren Protest sich seit mehreren Jahren gegen das Pfingsttreffen der Gebirgsjäger auf dem Hohen Brendten richtet, den Mittenwaldern vor allem aus touristischer Sicht ein Dorn im Auge sind.

Zur möglichen Zukunft des Mahnmals möchte sich Hornsteiner noch nicht äußern. Nur eines steht fest: Eine kompromisslose Linie will er nicht vertreten. „Ich bin auf Ausgleich und nicht auf Konfrontation aus. Sonst könnten wir die Diskussion ja gleich sein lassen.“ Er wolle sich völlig emotionslos und ergebnisoffen mit den Vertretern des Arbeitskreises an einen Tisch setzen. „Ich bin selber gespannt, was herauskommt“, sagt Hornsteiner.

Die Haltung seiner Gesprächspartner dagegen stellt sich in einem offenen Brief, der gestern beim Tagblatt einging, etwas rigoroser dar. „Mittenwald wird das Denkmal nicht mehr loswerden“, sagt Lars Reissmann, einer der Sprecher der Initiative. An der Frage des Verbleibs werde sich zeigen, ob die Marktgemeinde ein moderner internationaler Tourismusstandort ist. „Wir wollen, dass das Denkmal dort, wo es abgebaut wurde, wieder aufgestellt wird. Punkt.“ Reissmanns Mitstreiterin Sabine Hermann hatte sich vor zwei Wochen gegenüber unserer Zeitung noch deutlich gesprächsbereiter gezeigt. „Wir sind gerne bereit, über einen alternativen Standort zu diskutieren“, sagte sie damals. Es besteht also reichlich Diskussionsbedarf. (lxs)

zurück zur Übersicht: Lkr. Garmisch-Partenkirchen

Schliessen

Artikel empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.

Lesen Sie auch:

Magdalena Neuner von Stalker verfolgt

Stalker von Magdalena Neuner verurteilt

Garmisch-Partenkirchen - Es war ein Riesen-Schreck für Magdalena Neuner als nachts jemand auf ihrem Balkon stand und gegen die Scheibe klopfte. Ein Stalker belästigte die Biathletin (24) und wurde jetzt vor Gericht verurteilt.Mehr...

Kommentare

Region Garmisch-Partenkirchen

Weitere Informationen über diese Region...

Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.

Karte Landkreis Garmisch-PartenkirchenWeilheimSteingadenPeitingOberammergauKochel am SeeMurnauGarmisch-PartenkirchenMittenwaldzurück zur Region

Wetter für München und Bayern

Skigebiet: Garmisch & Zugspitze

Zugspitze: Eröffnung der Skisaison

Ski-Auftakt auf der Zugspitze

Es ist soweit! Mit drei Wochen Verspätung hat am Samstag auf Deutschlands höchstem Berg die Skisaison begonnen.Mehr...

Zugspitze - Saisonstart 2011 am 17. Dezember: Fast alle Lifte öffnen wieder

Der Winter ist da! Ski frei auf der Zugspitze

Garmisch-Partenkirchen - Normalerweise wird die Skisaison in Bayern alljährlich auf der Zugspitze eröffnet. Diesmal ist es anders...doch am 17. Dezember öffnen alle Lifte!Mehr...

Zugspitze Garmisch: Gletscherskigebiet in Oberbayern

Zugspitze: Hier scheint (fast) immer die Sonne

Garmisch-Partenkirchen - Deutschlands einziges Gletscherskigebiet, die Zugspitze, trägt das "Prädikat Geprüftes Skigebiet". Das garantiert Winterurlaubern hohe Sicherheitsstandards auf allen Abfahrten am Zugspitzplatt. Doch es gibt noch mehr zu erleben:Mehr...

Facebook 'Like Box' wird geladen... Inhalt wird geladen - Downloadanzeige

http://www.facebook.com/gap.tagblatt300truefalsefalse

Besonders beliebt

  • Meistkommentierte Artikel
  • Meistgelesene
  • Themen

König-Ludwig-Lauf: Acht Teilnehmer mit Erfrierungen im Krankenhaus

Oberammergau - Die Eiseskälte am Samstag - es wurden zum Teil bis zu minus 28 Grad gemessen - hat beim 40. König-Ludwig-Langlauf in Oberammergau zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte geführt. Knapp 40 Läufer mussten medizinisch versorgt werden, zwei befanden sich in einem lebensbedrohlichen Zustand. Mehr...

Sprengarbeiten im Nordportal des Kramer-Erkundungsstollens. Wann das Geld für den Haupttunnel bereitsteht, ist weiter unklar. foto: sehr

Enttäuschung im Landkreis

Landkreis - Minister Ramsauer (CSU) verteilt eine zusätzliche Milliarde für Verkehrsprojekte: Kramertunnel, Oberau und Saulgrub werden dabei aber nicht bedacht.Mehr...

Todesdrama beim König-Ludwig-Lauf: Das sagen die Sportler

Oberammergau - In den Ergebnislisten des 40. König-Ludwig-Laufs steht hinter ungewöhnlich vielen Teilnehmern das Kürzel „DNS“ – „did not start“. Bei den eisigen Temperaturen hatte sich eine große Zahl von Läufern gegen einen Start entschieden.Mehr...

Todesdrama beim König-Ludwig-Lauf: Das sagen die Sportler

Oberammergau - In den Ergebnislisten des 40. König-Ludwig-Laufs steht hinter ungewöhnlich vielen Teilnehmern das Kürzel „DNS“ – „did not start“. Bei den eisigen Temperaturen hatte sich eine große Zahl von Läufern gegen einen Start entschieden.Mehr...

Aktuelle Videos

Videos werden geladen...0:00
Bild mit Ladehinweis

Weitere Informationen für dieses und andere Videos werden geladen...

Abspielen

Alle Videos

-cQsQSjKe1q6Y14uLo3ivuElQ2zsPqi5W8XyhmnDpmk.http://www.merkur-online.de/media/video/37063960011755456930

Artikel lizenziert durch © merkur-online
Weitere Lizenzierungen exklusiv über http://www.merkur-online.de

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

SkyScraper