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Osterfelderkopf: Gleitschirmflieger aus Miesbach bei Garmisch-Partenkirchen abgestürzt

Gleitschirmflieger stürzt in den Tod

Garmisch-Partenkirchen - Ein Gleitschirmflieger ist am Samstagvormittag in Garmisch-Partenkirchen ums Leben gekommen. Es deutet einiges darauf hin, dass der Pilot (53) aus Holzkirchen schon in der Luft gesundheitliche Probleme hatte.

© Bergwacht

Für den Gleitschirmflieger kam jede Hilfe zu spät

Ein Wanderer am Bernadeinweg hatte den Gleitschirmflieger gegen 11.15 Uhr als Letzter beobachtet. Der 53-Jährige aus Holzkirchen schwebte in geringer Höhe über die Bäume hinweg ins Bodenlainetal, ein Kessel hinter dem Kreuzeck. Das Bild war dem Wanderer nicht geheuer, also alarmierte er – zusammen mit einem Bergwacht-Mitglied, das dort zufällig unterwegs war, die Rettung. Der Kessel sei bekannt für schwierige thermische Verhältnisse, erläuterte Bergwacht-Sprecher Anton Gehringer auf Nachfrage.

Mitglieder der Münchner Bereitschaft, die auf der Hütte am Hochalmsattel Dienst hatten, machten sich sofort auf den Weg. Und entdeckten in einem Latschenfeld den leblosen Körper des 53-Jährigen. Sie leiteten Wiederbelebungsversuche ein – vergebens. Der Holzkirchner kam trotz aller Bemühungen nicht mehr zu sich. Ein Rettungshubschrauber brachte noch einen Notarzt zur Unglücksstelle, doch auch der Arzt konnte nicht mehr helfen.

Nach Augenzeugenberichten wies der Pilot kaum äußere Verletzungen auf. Zusammen mit den Beobachtungen des Wanderers könnten das Indizien sein, dass der Holzkirchner schon während des Fluges akute gesundheitliche Probleme hatte und gar nicht mehr in der Lage war, seinen Schirm zu kontrollieren. Die Polizei barg die Leiche des Piloten mit einem Hubschrauber und brachte sie mit Hilfe der Bergwacht ins Tal. Außerdem stellte der Polizeibergführer das Fluggerät sicher und leitete Ermittlungen ein.

Der 53-Jährige war vormittags mit einem Bekannten am Osterfelderkopf gestartet – ein beliebter Startplatz. Der Begleiter wartete später am Osterfelder vergebens auf den Holzkirchner. Das Kriseninterventionsteam der Bergwacht kümmerte sich um den Begleiter.

Matthias Holzapfel

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