425.07.10|Landkreis GAP|Landkreis GAP|1
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Mittenwald - Aufgrund der schlechten Witterung ist der Karwendel-Berglauf am Sonntag in Mittenwald kurzfristig zum Kranzberg-Lauf geworden.

Die Schnellsten auf dem Kranzberg: (v.l.) Helmut Schiessl (2.), Sieger Gerd Frick und Hannes Rungger (3.). Fotos (2): Kunz
Der Dauerregen im Oberen Isartal und Schneefall in den Höhenlagen ließ den zehnten Berglauf auf den Karwendel nicht zu. Die Alternative, die dann das Organisationsteam mit Hilfe von Marktgemeinde, Polizei und Bergwacht innerhalb von 18 Stunden aus dem Hut zauberte, verdient höchste Anerkennung. „Hier haben wirklich alle zusammen geholfen“, freute sich König. Der Aufwand wurde belohnt. Mit 310 Startern gab es heuer ein Riesen-Teilnehmerfeld.
Die Sportler reagierten mit Verständnis und Lob auf die Umplanung. „Die Verlegung war überraschend, aber richtig“, sagte Kerstin Straub aus Hanau-Rodenbach, Siegerin bei den Damen. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so oft bergab geht. Deshalb habe ich mich nur auf mein Gefühl verlassen.“. In zwei Wochen will sie sogar wiederkommen. Dann möchte sie „diese schöne Strecke“ noch einmal privat laufen - und vielleicht auch ein bisschen langsamer. „Überhaupt sollte dieser schöne Kranzberglauf parallel zum Karwendellauf ausgetragen werden“, meinte sie.
Hinter Straub kam die für Regensburg laufende Lokalmatadorin Ellen Clemens ins Ziel. „Ich habe heuer viele Bergläufe absolviert und bin zufrieden, weil ich so nah an die Siegerin heranlaufen konnte“, sagte die Garmisch-Partenkirchnerin. Auch sie fand die Alternativroute gut: „Das ist eine anspruchsvolle Strecke und ebenbürtig mit dem Karwendel-Berglauf.“
Bei den Männern siegte Gerd Frick aus Südtirol. Er wurde 2007 Dritter bei der Langstrecken-Berglauf-WM und gewann 2008 den Zermatt-Marathon. Frick hatte kurz vor dem Ziel noch die meisten Reserven und konnte sich so von seinen Verfolgern entscheidend absetzen. „Ich bin solche Auf- und Ab-Strecken überhaupt nicht gewöhnt. Aber ich hatte mir meine Kräfte sehr gut eingeteilt“, sagte er. Der Vorjahres-Zweite Hannes Rungger aus Südtirol wurde heuer hinter Helmut Schiessl Dritter. „Mir lag diese Strecke nicht so gut. Aber die Alternative muss man angesichts der Wetterbedingungen hinnehmen. Ich bin trotzdem zufrieden“, meinte er.
Lob bekam König für seinen Entscheidung bei der Siegerehrung auch von Mittenwalds Bürgermeister Adolf Hornsteiner. „Es war eine anspruchsvolle Ersatzveranstaltung. Zwar nicht hochalpin, aber sehr selektiv. Durch die landschaftlichen Eindrücke haben sich viele Teilnehmer in unser Oberes Isartal verliebt“, sagte er. Auch die Bergwacht hatte wenig zu tun „Wir hatten nur drei Teilnehmer mit Schürfwunden“, erklärte Arzt Jürgen Jansen, „sie kamen aber alle ins Ziel und wurden behandelt.“ (ku)
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