Seehausen - Die Vorbereitungen für das Kulturknall-Festival im Juli laufen auf Hochtouren. Die Behörden haben nun hierfür die Errichtung eines schwimmenden Stegs zur Insel Wörth genehmigt.

Solch ein Steg aus schwimmenden Kunststoff-Elementen soll zur Insel Wörth gelegt werden. Foto: Duwe und Partner Gmbh
Dieses Bauwerk wird spektakulär: Für die Dauer des Kulturknall-Festivals am 24. und 25. Juli wollen die Mitglieder des Vereins Menschen Helfen, der die Veranstaltung auf die Beine stellt, einen schwimmenden Steg aus Kunststoff-Elementen über den Staffelsee zur Insel Wörth legen. Dort soll die Geschichte des Eilands in Form eines Stationentheaters erzählt werden. Laut Menschen Helfen gaben nun die Behörden, zumindest mündlich, grünes Licht für die Steg-Aktion - nach monatelanger Prüfung. Ab Montag können in der Geschäftsstelle des Murnauer Tagblatts die Karten für den Kulturknall 2010 gekauft werden. Es ist ratsam, schnell zuzuschlagen. Denn das Kontingent ist aufgrund des eingeschränkten Platzes auf der Insel begrenzt. „Die Karten werden schnell ausverkauft sein“, vermutet Robert Roithmeier, Chef der Hilfsorganisation, die mit den Einnahmen soziale Projekte finanziert.
An insgesamt 14 Ämter und Stellen musste sich Roithmeier wenden und um Erlaubnis zur Errichtung der ungewöhnlichen Behelfsbrücke fragen, angefangen bei der Gemeinde Seehausen über die Polizei bis hin zum Wasserwirtschaftsamt. „Die Zusammenarbeit war sehr gut“, betont Roithmeier. Nur sei es unglaublich schwer gewesen, den schwimmenden Steg rechtlich einzuordnen.
Technisch scheint der Stegbau kein Problem zu sein. Die auf schwimmende Kunststoff-Plattformen spezialisierte Firma Duwe und Partner GmbH aus Waldeck/Sachsenhausen leiht dem Verein Menschen Helfen das Material und hilft bei der Montage - zum Freundschaftspreis. Vier große Lastwagen der Eschenloher Spedition Wittwer, die die Benefizveranstaltung unterstützt, liefern rund 1400 Kunststoff-Elemente an, die mittels Bolzen miteinander verbunden werden. Daraus entsteht ein 340 Meter langer und zwei Meter breiter Steg, der über ein Geländer verfügt und von der Halbinsel Burg vorbei am Eiland St. Jakob bis zur Wörth führt.
„Das ist absolut sicher“, betont Robert Duwe, Geschäftsführer der besagten Fachfirma. Es sei unmöglich, dass die schwimmende Anlage, die mit Stahlseilen am Seegrund gesichert wird, untergeht oder umkippt. „Das Ganze hat eine Tragfähigkeit von 245 Tonnen“, rechnet Duwe vor.
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