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Kulturknall ein Knaller: 5000 Besucher bei Benefiz-Festival

Murnau - Der Verein "Menschen Helfen" hat wieder ganze Arbeit geleistet: Das Kulturknall-Festival am Wochenende wurde zu einem Riesen-Erfolg.

5000 Menschen besuchten die zweitägige Veranstaltungsreihe. Die Sonne leuchtete vom Himmel, und Robert Roithmeier strahlte übers ganze Gesicht. Der Vorsitzende des Kulturknall-Veranstalters „Menschen Helfen“ zog gestern Nachmittag eine erste Positiv-Bilanz: „Es ist alles wunderbar gelaufen.“

Als Kulturknall am Stahlbad war das Benefizfestival heuer angekündigt. Das Kurhaus brannte jedoch 1976 ab. Dort, wo es einst gestanden war, befindet sich heute ein Gebäude des BRK-Ruhesitzes. Das Festival konne also nicht am ehemaligen Stahlbad über die Bühne gehen – aber wo dann? Viele rätselten über den Austragungsort, bevor das Geheimnis am Samstag gelüftet wurde: Schauplatz war der untere Teil der Klinik Hochried. Das weitläufige, parkähnliche Areal bildete den Rahmen für die 16. Auflage des Open-Air-Festivals. Der Erlös fließt wieder an hilfsbedürftigen jungen Menschen in Moldawien. Alle 200 Künstler traten unentgeltlich auf.

Das Programm war breit gefächert. Ein großer Spaß für Teilnehmer wie Zuschauer bedeutete etwa das Sautrogrennen in der Schweinebucht. Jede Menge zu lachen gab es auch bei Josef Brustmann. Der Kabarettist, der früher beim Bairisch Diatonischen Jodelwahnsinn mitmischte, gab auf der oberen Bühne Einsichten wie „Das Leben ist ein einziges Ein- und Auspacken“, aber auch derbe Gstanzl zum Besten. Den kühlen Samstagabend krönte die Ska-Band Bluekilla.

Auch Freunde des Theaters kamen auf ihre Kosten. Am Sonntag setzten Samir Yacoob und Christian Jungwirth im Rahmen ihrer ersten richtigen Zusammenarbeit die bitterböse Satire „Das Niesen“ des Dramatikers Neil Simon in Szene. Die Kleinen konnten unter anderem auf Stelzen gehen, Mobiles basteln oder den Auftritt der Band Sternschnuppe verfolgen.

„Menschen Helfen“-Chef Roithmeier nannte die Zusammenarbeit mit der Klinik „Spitze“. Für viele Besucher sei es „superspannend“ gewesen, das Gelände zu sehen, „weil viele es nicht kannten“. Der Verein konnte wieder rund 100 Mitstreiter mobilisieren, um das Festival auf die Beine zu stellen. Als Veranstaltungsleiter waren Robert Zormeier und Johannes Aldenhoff (beide 25) für Logistik und Koordination zuständig. Ihre Motivation? Politik-Student Zormeier drückt es so aus: „Es ist einfach der Spaß an diesem Fest und die Hilfe, die man damit anderen zukommen lässt.“

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