Murnau - An der geplanten „antifaschistischen“ Demo am Samstag gibt es nichts mehr zu rütteln. Sie darf unter Auflagen stattfinden. Die Polizei wird mit einem Großaufgebot vor Ort sein.

Joachim Loy wird mit einem Großaufgebot im Einsatz sein. Foto: sj
Der Samstag in Murnau soll heiß werden – mit 26 Grad und Sonnenschein. Eine aufgehitzte Atmosphäre in oder außerhalb der schmucken Fußgängerzone will die Polizei indes mit einem Großaufgebot an Beamten vermeiden. Es sollen sich keine Konflikte entzünden, wenn am 1. August Demonstranten durch den Ort ziehen, die die „Autonome Antifa Weilheim“ mit ihrem Aufruf mobilisiert hat. Der Staatsschutz der Kripo Weilheim ordnet die Anhänger dem linken Spektrum zu.
Als Veranstalter tritt ein 16 Jahre alter Peißenberger auf. Die Anmeldung durch einen Minderjährigen sei zulässig, erklärt Wolfgang Olexiuk, Sprecher des Landratsamts. Der Jugendliche habe rund 30 Mitwirkende angekündigt: „Die Polizei rechnet jedoch mit mehr Teilnehmern, da dazu im Internet aufgerufen wurde.“ Murnaus Inspektions-Chef Joachim Loy meint, die Zahl der Demonstranten lasse sich nur schwer abschätzen. „Wir rüsten uns in jedem Fall für alles, was sein könnte“ – mit Beamten der Inspektion, der Bereitschaftspolizei, des Einsatzzugs und der Kripo Weilheim. Ziel sei es, eine Eskalation zu verhindern und für einen friedlichen Ablauf zu sorgen, bei dem sich alle an die Regeln hielten, erkläutert Loy.
Für die Sicherheitskräfte geht es vor allem darum, die Linken von den Rechten fernzuhalten, die am Samstag in einem Wohn- und Geschäftshaus am Murnauer Burggraben zusammenkommen wollen, in dem Devotionalien für die Neonazi-Szene verkauft werden. Die Route der antifaschistischen Demo sollte ursprünglich an dem Gebäude vorbeiführen; bei einem „Kooperationsgespräch“ mit den Beteiligten habe man sich jedoch auf eine andere Strecke geeinigt, sagt Loy.
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