Murnau - Ab diesem Herbst wird es in Murnau eine provisorische Knabenrealschule mit zwei fünften Klassen geben. Betreut wird diese von der Heinrich-Campendonk-Realschule in Penzberg.
Die vom Kultusministerium bestellte „Mutterschule“ der „provisorischen Realschule in Murnau“ (die bis zur Fertigstellung des Neubaus an der Max-Dingler-Hauptschule eingerichtet werden soll), wird die Heinrich-Campendonk-Realschule in Penzberg sein. Eine „Mutterschule“ hat laut dem dortigen Direktor Johann-Georg Schedler die Aufgabe, den Aufbau des provisorischen Betriebs zu betreuen, sprich die Planungen der Klassen zu übernehmen und die Unterrichtsvorsorge zu treffen. Auch das Stellen von Lehrkräften komme unter anderem auf seine Einrichtung zu. Mit diesen Aufgaben sei der Zweite Konrektor der Penzberger Schule, Ralf Havelka, betraut worden. Noch im März soll eine Info-Veranstaltung für Eltern in Murnau stattfinden, erklärt Schedler. Mit Anmeldemöglichkeiten könne in der Zeit von 9. bis 13. Mai gerechnet werden. Genaue Daten stünden noch nicht fest.
Gestartet wird in Murnau mit zwei fünften Klassen, für die Ausstattung dieser hat das Kultusministerium grünes Licht gegeben. Was passiert, falls es mehr Anmeldungen gibt als erwartet, kann Schedler nicht beantworten. „Vermutlich wird dann ein Teil an andere Schulen ausgelagert.“
Die Klassen werden im ersten Jahr direkt in der Max-Dingler-Hauptschule untergebracht. Auch eine Ganztagsbetreuung soll es geben. Zum Sport würden die Schüler per Shuttlebusse in die Halle an der Poschinger Allee transportiert, hießt es beim Info-Abend in Garmisch-Partenkirchen. Erst im zweiten Realschuljahr hätten die Eltern mit temporären Bauten an der Hauptschule zu rechnen.
Sorge um die in Realschulen ab der siebten Klasse erforderlichen Wahlpflichtfächer (mathematisch-technischer, wirtschaftlicher oder musisch-sozialer Zweig) müsse sich laut Schedler derzeit in Murnau noch niemand machen. „Diese werden erst in der sechsten Klassen gewählt und vermutlich wird die neue Schule in Murnau entsprechend dieser Ergebnisse ausgerichtet.“
Das Einzugsgebiet für die neue Einrichtung umfasst neben Murnau die Gemeinden Eschenlohe, Großweil Ohlstadt, Riegsee, Schwaigen, Seehausen, Spatzenhausen, Uffing sowie Bad Kohlgrub, Saulgrub, Ober- und Unterammergau. Dazu kommen einzelne Gemeinden aus den angrenzenden Landkreisen Bad-Tölz/Wolfratshausen und Weilheim-Schongau.
Ein von Bernd Schober erstelltes Rechenmodell hatte gezeigt, dass, falls es die komplette Schule in Murnau schon geben würde, dort nach jetzigem Stand der Dinge rund 250 Schüler unterrichtet würden, und in der Garmisch-Partenkirchner Knaben-Realschule, die die Gemeinden des südlichen Landkreises abdecke, zirka 380. Derzeit sind an der Zugspitz-Realschule 622 Schüler aus dem ganzen Landkreis untergebracht.
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