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SCR-Fans starten Rettungsaktion

Garmisch-Partenkirchen - Ralph Bader kämpft seit Wochen um den SCR. Nun hat der Geschäftsführer des Eishockey-Zweitligisten SC Riessersee unerwartet Unterstützung bekommen. Die Fans melden sich zu Wort.

Engagement für den SCR: (v. l.) Peter Volk, Sonja Höhn und Rainer Heunisch wollen gemeinsam mit den anderen Fans helfen, das fehlende Geld aufzutreiben. Foto: Fellner

Engagement für den SCR: (v. l.) Peter Volk, Sonja Höhn und Rainer Heunisch wollen gemeinsam mit den anderen Fans helfen, das fehlende Geld aufzutreiben. Foto: Fellner

Mit einer Rettungsaktion wollen sie mithelfen, das Finanzloch zu stopfen. „Wir möchten einfach ein Zeichen setzen und zeigen, dass es den Leuten hier nicht egal ist, was gerade passiert“, sagt Peter Volk, einer der Initiatoren. „Wir werden nicht tatenlos zusehen und Ralf Bader und den SCR im Regen stehen lassen. Schon gar nicht bei dieser lächerlichen Summe.“

Rund 150 000 Euro Minus aus der abgelaufenen Saison bereiten dem Manager derzeit Kopfschmerzen. Für knapp die Hälfte haben Sponsoren, Gönner und Freunde des Traditionsclubs, allen voran Alleingesellschafter Günther Hertel, bereits ihre Hilfe zugesagt. „Aber es fehlen einfach noch 75 000 Euro“, klagt Bader. Seit einer Woche tut sich nichts mehr, und die Zeit drängt. Ende des Monats muss er die Lizenz für die nächste Saison beantragen. Deshalb macht Bader klar: „Wenn sich in den nächsten Tagen nichts Positives abzeichnet, dann müssen wir die Konsequenzen ziehen.“ Im schlimmsten Fall wäre das die Insolvenz.

Soweit wollen es die Fans nicht kommen lassen. „Wir sind aber schon realistisch und glauben nicht, dass wir das fehlende Geld allein aufbringen können“, sagt Mitorganisator Rainer Heunisch. Die Hoffnung ist aber groß, dass die Aktion den Stein ins Rollen bringt. „Ich glaube, viele haben noch gar nicht erkannt, wie ernst die Lage ist“, sagt Heunisch. Falls es zur Insolvenz der GmbH kommt, werde darunter auch der Verein leiden.

Als ersten Schritt haben er und seine Mitstreiter ein Spendekonto unter dem Motto „Soli-Fünfer für den SCR“ eingerichtet. „Jeder kann einmal auf eine Schachtel Zigaretten oder zwei Bier verzichten“, findet Volk. Ganz besonders wichtig ist ihm dabei, dass das Geld der GmbH nur im Fall einer Rettung zur Verfügung gestellt wird. „Falls es nicht klappt, kann es sich jeder zurückerstatten lassen oder für den Nachwuchs des SCR spenden“, betont Volk. Außerdem steigt am kommenden Mittwoch eine Party in der Eisstation-Gaststätte Wintergarten.

Bader ist überwältigt vom Engagement der Anhänger. „Das ist eine Riesen-Sache.“ Sicher sei die Spendenaktion kein Allheilmittel, „aber vielleicht wacht der ein oder andere jetzt auf und hilft.“ Für ihn sei die Aktion auf jeden Fall ein großer Ansporn sich in den nächsten Tagen noch einmal voll reinzuhängen. „Es geht doch etwas voran.“ (lxs)

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