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Garmisch-Partenkirchen - Wegen der Ski-WM werden Teile des Olympia-Eisstadions zum Medienzentrum umfunktioniert und sind monatelang blockiert. Die Gemeindewerke basteln an einer Lösung.

© Sehr/Archiv
Kein Eishockey möglich: Schon mehrmals – wie hier beim Tennis-Davis-Cup im März 2009 – war eine Halle gesperrt. Nur noch nie so lange, wie heuer zur Ski-WM.
Im schlechtesten Fall muss Andreas Wittig, Abteilungsleiter bei den Gemeindewerken und zuständig für das Olympia-Eissportzentrum, viereinhalb Monate mit einer Eisfläche weniger auskommen. „Wir werden, die Zeiten so gerecht wie möglich verteilen“, sagt er und verspricht: „Jeder wird sein Eis bekommen.“ Wohl aber mit Einschränkungen.
Die Ski-WM findet zwar erst im Februar statt, die Aufbauarbeiten beginnen jedoch wesentlich früher. Ab November hat das WM-Organisationskomitee (OK) bei den Gemeindewerken die Halle 2 gemietet, ab 1. Januar zusätzlich die Curlinghalle. Ab Mitte März sollen die Flächen dann wieder frei sein. In den Räumen wird die gesamte Organisation-Infrastruktur wie Presse-Arbeitsbereich oder Rennbüro untergebracht.
Allerdings sind die Planungen noch nicht abgeschlossen, eventuell steht die Eisfläche länger als bisher veranschlagt zur Verfügung. Die Terminkoordination zwischen den beteiligten Firmen läuft gerade. Ist diese abgeschlossen, kann OK-Geschäftsführer Peter Fischer einen genauen Termin für die Hallensperrung nennen. „Wir gehen so spät wie möglich rein, damit so lange wie möglich Eishockey gespielt werden kann“, versichert er. „Eine leerstehende Halle nutzt uns ja nichts.“
Trotz aller Bemühungen um eine faire Lösung für alle, stellt Gemeindewerke-Chef Wotan Lichtmeß klar: „Die Ski-WM hat heuer Vorrang." Ihm ist bewusst, dass nicht jeder damit glücklich ist. „Wir werden es nicht schaffen, alle zufrieden zu stelllen, aber wir versuchen das Maximun herauszuholen.“ Dafür hat Stadionmanager Wittig "vollkommen freie Hand".
Eine wahre Herkules-Aufgabe. Die Interessen der SCR-Profis sowie von sieben SCR-Nachwuchs- und 37 Hobby-Mannschaften, Eiskunstläufern, Eisstockschützen und dem Publikumslauf müssen unter einen Hut gebracht werden. Die fehlende Halle 2 will Wittig vor alllem mit der Freifläche kompensieren. Sobald es geht, sollen die Hobby-Teams im zweiwöchentlichen Wechsel unter freiem Himmel spielen. Generell hat er sich zum Ziel gesetzt: „Jeder bekommt Eis, aber weniger als sonst.“ Beispielsweise werde wohl auch ein Termin für den Publikumslauf gestrichen. Um der Nachfrage gerecht zu werden, gibt es auch die Option, die Öffnungszeiten zu verlängern. Bislang war um 22.45 Uhr Schluss. „Wenn das etwas bringt, werden wir es anbieten“, sagt Lichtmeß. „Wir werden alles mögliche tun, um möglichst viele unterzubringen.“
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