Landkreis - 2014 soll das Gymnasium Holzkirchen mit den Jahrgangsstufen fünf bis sieben starten. Stimmen werden laut, schon von Anfang an auch achte Klassen anzubieten. Doch dafür könnte es jetzt schon zu spät sein.

Elisabeth Dasch ist Vorsitzende des Fördervereins Weiterführende Schulen und sieht großen Bedarf an einer Vorläuferklasse für die achte Jahrgangsstufe.
Voraussetzung für eine achte Jahrgangsstufe bereits zum Start in Holzkirchen wären „Vorläuferklassen“ an den Gymnasien Miesbach und Tegernsee, die schon in diesem Herbst zu bilden wären. Diese würden dann 2014 als Klassenverband nach Holzkirchen wechseln. „Das Interesse der Holzkirchner Eltern an einer solchen Vorläufer-Klasse ist riesig“, sagt Elisabeth Dasch, Vorsitzende des Holzkirchner Fördervereins Weiterführende Schulen. Diese Erkenntnis basiert auf einer aktuellen Umfrage des Fördervereins bei den Eltern der aktuellen Viertklässler in Holzkirchen und Otterfing (Rücklaufquote 86 Prozent).
Demnach wollen 107 Kinder auf ein Gymnasium wechseln. Über die Hälfte davon würde auf jeden Fall oder sehr wahrscheinlich mit Beginn der 8. Klasse nach Holzkirchen wechseln, wenn es die Chance gibt. Weitere gut 30 Schüler würden wechseln, wenn die Ausbildungsrichtung des Holzkirchner Gymnasiums stimmt, die noch nicht feststeht. „Das bedeutet, dass allein mit den Holzkirchner und Otterfinger Kindern drei 8. Klassen gebildet werden könnten“, schlussfolgert die Vereinsvorsitzende.
Das Kultusministerium, das darüber zu befinden hat, ist dem Wunsch nicht ganz abgeneigt. Laut Dasch gibt es das Angebot aus München, 2013 in den dann siebten Klassen über eine Umfrage abzuklopfen, ob sich genug Schüler für eine achte „Anfangs“-Klasse in Holzkirchen finden. „Dann aber einzelne Kinder aus ihren Klassenverbänden herauszureißen, das wird wenig erfolgreich sein“, glaubt Dasch. „Jetzt muss gehandelt werden.“ Sie hat bereits Landrat Jakob Kreidl um Unterstützung gebeten.
Doch das wird wohl wenig helfen, wenn es nach Katharina Laubmeier geht. „Um für das kommende Schuljahr noch eine Vorläuferklasse einzurichten, ist es zu spät“, meint die Leiterin des Miesbacher Gymnasiums. Der Stichtag für Klassen- und Personalplanung sei mit dem 18. Mai bereits abgelaufen. Nicht kommentieren wollte den Vorstoß der Direktor des Tegernseer Gymnasiums, Werner Oberholzner. An ihn seien die Pläne noch nicht herangetragen worden.
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