110.01.10|Lkr. Miesbach|Lkr. Miesbach|
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Miesbach - Das Erfolgs-Autorenduo Volker Klüpfel und Michael Kobr zelebrierte die Lesung aus seinem neuen Krimi vor einer begeistertern Fan-Gemeinde.

Lesung, Derblecken, Kabarett: Die Autoren Michael Kobr (l.) und Volker Klüpfel begeistern die Zuhörer im ausverkauften Waitzinger Keller. Foto: leder
„Das Autorenduo Klüpfel/Kobr gibt es nicht mehr.“ Mit diesen Worten und zehnminütiger Verspätung begrüßt Bestseller-Autor Volker Klüpfel – nach eigenen Angaben die „bessere Hälfte des Duos“ – das Publikum im ausverkauften Waitzinger Keller. „Der Kobr liest woanders. Und wer von uns beiden die meisten Lacher hat, der darf weitermachen“, scherzt Klüpfel weiter, um die gespannten Gäste schließlich aufzuklären, dass Co-Autor Michael Kobr in einer Autobahn-Totalsperrung steckt und sich verspäten werde.
Frei nach dem Motto: „Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen“ macht sich Klüpfel im weiteren Verlauf des Abends über seinen Freund lustig, mit dem er mittlerweile fünf überaus erfolgreiche Krimis um den kauzigen Kommissar Kluftinger veröffentlicht hat. Die ganz zum Vergnügen des Publikums, das den kabarettistischen Umgang, den die beiden Erfolgsautoren miteinander pflegen, sehr zu schätzen wissen. Denn nicht nur Kunstfigur Kluftinger, auch die Lesungen der Allgäuer Autoren selbst sind inzwischen Kult.
Bevor Kobr schließlich erscheint und die beiden Allgäuer mit ihrer Show als Abgesandte des „Amtes für die Suche intelligenten Lebens außerhalb des Allgäus“ anfangen können, gibt es Lücken-Programm: Die Fans kommen zur Überbrückung der Wartezeit in den Genuss eines Kluftinger-Textes, den das Gros noch nicht kannte. Keine Frage: Die Zuhörer waren begeistert. Schließlich offenbarte bereits diese (eigens für weihnachtliche Lesungen verfasste) Episode Kommissar Kluftingers Eigenwilligkeit und sein nicht immer gesetzestreues Agieren, seine Zuneigung zu seiner Frau Erika. Und die auf Gegensätzlichen Mentalitäten basierende „Beziehung“ zu seinem Rivalen Dr. Langhammer.
Auch die Auswahl der Kapitel aus dem aktuellen Bestseller „Rauhnacht“ offenbart die Betonung der humorvollen, beinah slapstick-haften Seite des Krimis. Mit aufgeteilten Rollen, verschiedenen Dialekten, Gestik und Mimik sowie ironischen Kommentaren lassen Klüpfel und Kobr Kluftingers Welt lebendig werden.
Weil sie die zum Schreien komischen Szenen (Feuerwerk und Schlittenfahrt) nicht einfach lasen, wurden dem Publikum Zwischentöne offenbar, die beim Lesen des Buches fehlen. Tränen des Lachens standen dem Publikum in den Augen, so dass es sich auf dem „Gscheidometer“ der Allgäuer Abgesandten einige Punkte verdienen konnte. Die reichten nach eingehender Prüfung des Autoren-Duos schließlich aus, dass beide versprachen wiederzukommen. Donnernder Applaus war der Dank für einen furios lustigen Abend.
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