710.05.10|Lkr. Miesbach|Lkr. Miesbach|
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Tegernsee - Aufatmen beim Tegernseer Alpenverein: Der Ex-Kassier hat einen Teil seiner Schuld beglichen. Pünktlich überwies der 47-Jährige 80 000 Euro.

Die Tegernseer Hütte wurde für rund 400 000 Euro und mit viel Eigenleistung umgebaut. Foto: Archiv
Der langjährige Schatzmeister hatte rund 130.000 Euro unterschlagen. Der Verein strebt eine gütliche Einigung an.
Mit der jetzt geleisteten Zahlung ist der erste Teil der Vereinbarung zwischen Verein und Kassier erfüllt. Eine zweite Rate von 25 000 Euro wird zum Jahresende fällig. Die Vereinsmitglieder hatten bei einer Versammlung Anfang März mit 123 von 134 Stimmen für einen Teilzahlungsvergleich votiert. Der Verein hatte den Kassier wegen Betrugs angezeigt. Bei der Endabrechnung für die Sanierung der Tegernseer Hütten waren Unregelmäßigkeiten aufgefallen. Dies setzte eine ganze Lawine in Gang. "Wir sind über zehn Jahre hinweg betrogen worden", erklärt Robert Staudacher, Vorsitzender der Sektion.
Nur ein einziges Mitglied verließ die Sektion wegen des Betrugs. "Wir haben sehr viel Solidarität erfahren", freut sich Staudacher. So gab es zu seiner Freude heuer sogar "eine Flut von Eintritten". Insgesamt zählt die Sektion derzeit etwa 1850 Mitglieder.
Der größte Teil der unterschlagenen Summe stammt aus der Zeit des Hüttenumbaus. Rund 400 000 Euro und viel Eigenleistung stecken in der Hütte. Die Besucher genießen dort auf 1650 Metern Höhe zwischen den Gipfeln von Roß- und Buchstein eimen Panoramablick. Dafür schwitzten viele Ehrenamtlich in den Jahren 2005 und 2006 bei der Renovierung. 2007 wurde noch nachgebessert, 2009 kam die Fotovoltaikanlage dazu.
Vor allem für die vielen Helfer und Sponsoren des Umbaus war die Nachricht, dass der Kassier viel Geld in die eigene Tasche hat fließen lassen, ein schwerer Schlag.
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