Landkreis - Beschert die Konzentrationspolitik der großen Ketten den Lebensmittelmärkten bald Konkurrenz aus Österreich? Das Familienunternehmen Mpreis streckt seine Fühler in den Landkreis aus.

Für ihren modernen Baustil erhielt die Supermarkt-Kette diverse Architekturpreise. Unsere Aufnahme zeigt den Markt in Achenkirch, wo Mpreis 30 bis 40 Prozent deutsche Einkäufer registriert. Foto: mpreis/Lukas Schaller
Rudolf Krug hat sich das Beispiel Neuhaus genau angesehen - und kann nur den Kopf schütteln. „Warum ziehen sich die großen Supermarktketten aus den kleinen Ortschaften zurück und konzentrieren sich an einer Stelle?“, fragt der Expansionsmanager der österreichischen Supermarkt-Kette Mpreis. Bekanntermaßen hat Tengelmann zum Jahresende seine Filiale in dem Schlierseer Ortsteil geschlossen, ein Nachfolger ist nicht in Sicht. Zumindest nicht von deutscher Seite.
Die Österreicher dagegen schielen mit ernsthaftem Interesse über die Landesgrenze. Denn der Ansatz von Mpreis ist ein anderer. „2000 bis 3000 Haushalte ohne eine Einkaufsalternative im unmittelbaren Umfeld reichen uns“, berichtet Krug. „So arbeiten wir hier in Tirol seit vielen Jahren sehr erfolgreich.“ Vor einer Ansiedlung im Landkreis Miesbach gilt es freilich noch viele Fragen zu klären. Denn es wäre der erste Markt der österreichischen Kette in Deutschland. „Wir dürfen uns keinen Fehlstart erlauben“, sagt der Expansionsmanager.
Mit einer Entscheidung, ob das Unternehmen in den Landkreis expandiert und wenn ja, an welchen Standort, rechnet Krug noch in diesem Jahr. Frühestens 2013 könnte dann der erste Mpreis Deutschlands hier eröffnen.
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