512.10.09|Lkr. Miesbach|Lkr. Miesbach|
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Valley - Mit einer spektakulären Rettungsaktion haben Feuerwehr und Polizei ein Pferd aus einem Sumpf befreit. Das Tier wurde mit einem Hubschrauber auf sicheren Boden geflogen.

© Gaulke
55 Meter ist das Seil lang, an dem der Wallach vom Unfallort ausgeflogen worden ist.
Alles begann mit einem gemütlichen Reitausflug. Susanne Fuß war mit einer Freundin zwischen Sonderdilching und Kleinhöhenkirchen in der Gemeinde Valley unterwegs. Als sie sich einer Kuhherde näherten, stiegen die beiden Frauen ab und führten ihre Pferde am Zügel vorbei. Plötzlich scheute das Pferd von Fuß’ Freundin und rannte sowohl Susanne Fuß als auch ihren Wallach Aragon um. Dann liefen beide Pferde davon. „Wir haben ungefähr zwei Stunden gesucht, bis wir Aragon gefunden haben“, erzählt die Reitlehrerin.
Der Wallach steckte in einem Sumpfloch bei Niederaltenburg fest. Die beiden Frauen verständigten die Polizei; als die sowie die Feuerwehr aus Feldkirchen-Westerham angerückt waren, stand schnell fest: an die Unglücksstelle gelangt kein Fahrzeug. „Wir waren am Ende unserer Weisheit“, schildert Feuerwehr-Kommandant Georg Puhl. Letztlich habe man sich dafür entschieden, einen Hubschrauber einzusetzen.
Der kam von der Bundespolizeiinspektion in Rosenheim mit drei Mann Besatzung. Vor dem Luft-Abtransport wurde Aragon von einer Tierärztin betäubt, danach ging es für den 460 Kilogramm schweren Wallach an einem 55 Meter langen Seil in die Höhe. Etwa 800 Meter entfernt wurde das Tier abgesetzt und anschließend in eine Tierklinik gebracht.
Dort hat Susanne Fuß Aragon gestern besucht und berichtet: „Es war Glück im Unglück. Ihm geht es gut, er ist nur ziemlich schlapp.“ Das zweite Pferd übrigens konnte eingefangen werden, es ist leicht verletzt.
Nun geht es noch darum, wer die Rettungsaktion zahlt. Ernst Peter, Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion, beziffert den Hubschrauber-Einsatz auf 1200 Euro. Susanne Fuß hat sich bereit erklärt, die Kosten zu übernehmen.
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