Bad Wiessee - Sabine Leutheusser-Schnarrenberger referiert auf Einladung des FDP-Kreisverbandes über die Ziele ihrer Partei

Im Zeichen der blau-gelben Fähnchen: FDP-Spitzenkandidatin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger spricht vor zahlreichen Interessierten im Wiesseer Postsaal. foto: Jackl
Aus jeder Ecke lächelt Sabine Leutheusser-Schnarrenberger von den blau-gelben Wahlplakaten der FDP auf die Menge im Saal herab: Rund 70 potentielle Wähler, politisch Interessierte und FDP-Mitglieder haben sich zur Wahlkampfveranstaltung des FDP-Kreisverbandes mit der Spitzenkandidatin im Wiesseer Gasthof zur Post versammelt.
Unter dem Konterfei der Politikerin prangt auf den zahlreichen Plakaten das Wahlkampfmotto „Wir brauchen eine starke FDP“. Warum dem so ist, das versucht die Original-Ausgabe von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger in einem gut einstündigen Referat deutlich zu machen. Mit eindringlichem Blick, lauter Stimme und verschiedensten Gesten untermauert sie ihre Thesen, die sich mal gegen die CSU, namentlich Horst Seehofer, mal gegen die Politik der Großen Koalition in Berlin richteten.
Mit der FDP als künftiger Koalitionspartner der CDU/CSU in Berlin könne dagegen ein liberaler Reformmotor installiert werden, der sich beispielsweise für ein Bürgergeld-Konzept als Alternative zum Mindestlohn stark machen werde. Dass die FDP nach der Wahl durchaus nicht für eine Ampel-Koalition zur Verfügung stehe, betont Leutheusser-Schnarrenberger nachdrücklich.
„Eine starke FDP“ – die meistgenutze Phrase des Abends – sei auch nötig, um wegzukommen vom Gesundheitsfonds, um erneuten Steuererhöhungen vorzubeugen und in Sachen Bespitzelung der Bürger eine Balance zwischen Freiheit und Sicherheit herzustellen, resümiert die Abgeordnete am Schluss ihres Referates.
Nicht minder engagiert zeigt sich die bayerische FDP-Generalsekretärin Miriam Gruß, die sich mit dem Themenbereich Familien- und Gesellschaftspolitik auseinandersetzt. Auch sie wirbt für eine „starke FDP“, die sich beispielsweise für ein verbessertes Kinderschutzgesetz, „das auch seinen Namen wert ist“, einsetzen will. Aus der eigenen Erfahrung heraus, und deshalb besonders authentisch, spricht die Mutter eines fünfjährigen Sohnes über die schwierige Suche nach einem Krippenplatz. Dass die FDP in Sachen Bildung tatsächlich etwas bewegen könne, habe sie bereits im ersten Jahr Regierungsbeteiligung in Bayern gezeigt: „Wir haben erreicht, dass künftig auch Gesellen die Hochschule besuchen können“. Spricht’s und lächelt kämpferisch.
(wag)
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