Ismaning - Tausende Ismaninger und Besucher aus dem gesamten Umland strömten am Sonntag zum absoluten Höhepunkt der Ismaninger 1200-Jahr-Feier: Dem historischen Festzug.

Eine bunte Mischung bevölkert den Ismaninger Schlosspark: Die Dorffestbesucher fiebern bereits dem Beginn des Festzugs entgegen, die Teilnehmer stärken sich beim Weißwurstfrühstück noch einmal, bevor sie eine Stunde lang durch das Gemeindezentrum ziehen. Mittelalterlich gekleidete Bekannte, fröhliche Gaukler und Kinder mit vermeintlichen Pestbeulen schwirren umher und nehmen schließlich Position in der Schloßstraße ein.
Der Zug setzt sich in Bewegung, die Straße wird von Oldtimermotorrädern freigeräumt, ehe die wirklichen Stars des Tages losmarschieren. Bereits bei den ersten beiden Etappen der Ismaninger Geschichte kommt es zur historischen Showeinlage: Römer gehen auf die nachfolgenden Bajuwaren los, ein kurzer Kampf mit Schwert und Lanze vor den faszinierten Zuschauern.
Insgesamt waren fast 1200 Bürger aus Ismaning beteiligt, Unterstützung gab es auch aus den Nachbargemeinden. Koordinatorin Christine Heinze hat mit ihrem Team bereits vor zwei Jahren angefangen zu planen und ist nun nach dem Festzug absolut zufrieden: „Es ist ganz toll gelaufen. Die Kostüme kannten wir bereits, die Wagen waren aber auch für mich eine Überraschung, da diese von den Gruppen in Eigenregie gestaltet wurden.“ Für die meisten Teilnehmer geht es unterdessen sofort in die Osterfeldhalle zum Auskleiden. Hier wartet bereits Kostümverleiher Thomas Kerber auf sie. Gerade seine Kostüme kamen beim Publikum besonders gut an, er muss nun aber auch den Überblick behalten. „Vom Ausziehen geht es nahtlos wieder ins Sortieren der Kleidungsstücke über“, erklärt Wagner zwischen Gürteln, Schuhen und Mänteln, „bis 21 Uhr sind wir heute bestimmt da. Insgesamt werden wir wohl noch zwei Tage beschäftigt sein.“
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