310.09.09|München Nord|München Nord|
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Ismaning - Ismaning feiert am Wochenende ganz groß sein 1200-jähriges Bestehen. Die ersten Bajuwaren, Krieger und Edelfräulein waren jedoch am Donnerstag schon unterwegs.

Passt! Bei der Anprobe in der Osterfeldhalle liegt alles fein säuberlich bereit. Foto: agm
Noch versteckt unter Ausschluss der Öffentlichkeit in der Osterfeldhalle. Am Sonntag aber stürmen sie dann hinaus.
Ein Besuch der englischen Queen könnte nicht besser organisiert sein, als der historische Festzug. Für 1200 Teilnehmer liegen in der Osterfeldhalle historisch korrekte Kostüme bereit. Alle Kleider, Schuhe, Hüte, tausende Textilien und Zubehörteile sind namentlich den Teilnehmern zugeordnet und auf den Tischen ausgebreitet. Und so gab bei den Bajuwaren ein Schwabe den Ton an. Thomas Kerber, Inhaber des Theaterkostümhauses Wagner aus Stuttgart-Untertürkheim, hatte alles und vor allem Alle fest im Griff.
Am Sonntag sind die Festzugteilnehmer als ganz neue Menschen unterwegs. Beispielsweise Bruno Rimmelspacher, der zum Chef der Papierfabrik mutieren wird, oder auch Werner Bergwinkl, der sich aufs rote Henkersgewand vom Hofgericht um 1700 freut. Die kleine Luisa Dasch wird zum Schulmädchen von 1900. Sylvia Voßgätter hat es gut erwischt. Sie darf ins schöne Kleid der Herzogin von 1530 schlüpfen. Und Kurt Weinberger vom Bauerntheater? Pech gehabt: Er mutiert zum Hausierer und erhält zum schlichten Gewand gleich noch ein schmutziges Kissen dazu.
Ob Bajuware, Herzog, Hausierer oder Henker, wer in sein Kostüm schlüpfte, bekam diesen Glanz in den Augen, diese Vorfreude auf ein großes Ereignis. Sogar Festorganisatorin Christa Scharl ergreift die Vorfreude: „Bis aufs letzte Tüpferl ist alles organisiert. Alles klappt. Jede Kleinigkeit passt ineinander. Den Block auf dem Nachttisch brauche ich nicht mehr.“ Ismaning feiert. Und wie.
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