Garching - Garchings Bürgermeisterin Hannelore Gabor (CSU) möchte nicht nur die Chefin einer Universitätsstadt sein, sondern auch den inoffiziellen Beinamen der Klimaschutzstadt ergattern.

Beitrag zur Klimarettung: Hannelore Gabor und Manfred Miosga wollen in der Stadt ein Umdenken ankurbeln. Foto: NB
Gestern haben die Stadt Garching und die beteiligten Unternehmen das Projekt vorgestellt, bei dem in den nächsten acht bis zehn Monaten ein Garchinger Klimaschutzkonzept erarbeitet werden soll. Dieses Projekt kostet um die 100 000 Euro, von denen 80 Prozent Fördermittel aus einem Bundesfördertopf finanziert werden.
Die Stadt Garching kooperiert mit dem Energiedienstleister Green City Energy und den Kommunalberatern Identität & Image Coaching AG. Zusammen mit dem Ingenieurbüro Hausladen sollen Garchinger Gebäude auf Energiesparpotentiale untersucht werden. Gabor erklärte gestern im Rahmen einer Pressekonferenz, dass hier die Teilnahme der Bürger und Firmen ein wichtiger Bestandteil des Prozesses sei.
Aus der Entwicklung dieses Klimaschutzkonzeptes soll ein Prozess entstehen, für den es keinen Schlusspunkt gibt. Es sollen Möglichkeiten für Bürger und Unternehmen aufgezeigt werden, um Energie und Geld zu sparen.
Hier verwies Umweltreferent Christoph Marquart darauf, dass die Stadt schon jetzt für ihre Bürger beispielsweise die Kosten einer Energieberatung (400 bis 800 Euro in der Regel) mit 50 Prozent fördere.
Mit dem Klimakonzept ist Garching ein Vorreiter im Landkreis. Miosga weiß in ganz Oberbayern von keiner anderen Stadt mittlerer Größe, die ein solches Zukunftsprojekt in Angriff genommen hat. Garching könne als Vorreiter unter Umständen viel Geld sparen, macht er Hoffnung: Er erwartet, dass der Klimaschutz in den nächsten drei bis fünf Jahren zu einer kommunalen Pflichtaufgabe werden könnte. Und dann bekommen die Städte und Gemeinden sicher keine 80-prozentige Förderung vom Bund mehr.
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