008.05.09|München Nord|München Nord|1
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Garching - In einer ehemaligen Lagerhalle des Gewerbegebiets Garching-Hochbrück soll die Paintball-Szene aus München und Umgebung demnächst ihre Heimat finden.
Nun droht aber den Fans dieser Schießspiele mit Farbkugeln Ungemach durch die Absicht, der Innenministerkonferenz, im Nachlauf des Amoklaufs von Winnenden Paintball in allen Variationen zu verbieten.
Der Hochbrücker Hallenpächter Pascal Kloster hält dennoch an seinen Plänen fest. Derzeit befinde sich das Verfahren zur Genehmigung der Nutzung in Hochbrück in den letzten Zügen. Die Auflagen des Landratsamtes bezüglich des Brandschutzes seien mittlerweile erfüllt worden. Die Betreiber warten derzeit noch auf die finale Prüfung der Behörde und rechnen anschließend mit grünem Licht.
Pascal Kloster hofft, dass bereits im Juni in der Halle Paintball gespielt werden kann. Sollte ein Verbot ab 1. Januar 2010 kommen, würde er den Betrieb eben nur für ein halbes Jahr aufrecht erhalten. Kloster würde dann aber wohl im gleichen Zug, wie andere Betreiber von Paintball-Spielstätten, gerichtlich gegen das Verbot vorgehen.
Der Hochbrücker Mieter ist aber vorsichtig optimistisch, dass der Gerichtsstreit gar nicht erst notwendig wird. Paintball sollte in Deutschland bereits mehrfach verboten werden, stets ohne Erfolg. Laut Kloster existierten einige Gerichtsurteile, dass ein loser Verdacht nicht ausreiche. Die Szene habe zudem ein hieb- und stichfestes Gutachten in der Hand, dass die Sportart „keinerlei Zusammenhang zu Gewaltfantasien und realen Gewalttaten“ hat.
In einer gemeinsamen Pressemitteilung erklären die Paintballer, sie sehen sich in eine negative Ecke gedrängt, da sie kein wirtschaftliches Imperium wie die florierende Computerspiele-Industrie seien und kein Wählerpotenzial wie die Schützen mit ihren sechs Millionen Sportlern hätten.
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