Ismaning - Das neue Kultur- und Bildungszentrum Seidl-Mühle ist das ehrgeizigste Bauprojekt der Ortsgeschichte.

Tausende schauten am Samstag beim Tag der offenen Tür, was die Gemeinde da für rund 24 Millionen Euro hingestellt hat.
Wie Bürgermeister Michael Sedlmair in seinem Grußwort sagte, ist die Seidl-Mühle auch ein Geschenk der Gemeinde an sich selbst, nun müsse sie nur noch von den Ismaningern mit Leben erfüllt werden.
Die Musikschule tut dies bereits, die rund 1100 Schüler lernen fleißig in den neuen Räumen und unterstützten am Tag der offenen Tür die Musiklehrer bei der Präsentation ihrer Schule. „Unser Beitrag zum Tag der offenen Tür ist unter das Motto ‚Klangräume‘ gestellt“, erklärt Schulleiter Carsten Reinberg. Der Umzug in die Seidl-Mühle sei eine „fünfhundertprozentige Verbesserung“ gewesen: „Jetzt verfügen wir über hervorragende Unterrichtsräume in ausreichender Zahl und haben einen großen Veranstaltungssaal– einfach ideale Voraussetzungen!“
VHS-Leiter Lothar Stetz erklärt: „Für uns ist die Situation in der neuen Seidl-Mühle sehr spannend. Wir haben nun auch Räume mit Funktionen, die für uns bisher nicht verfügbar waren.“ Die Besucher konnten in der neuen Schmuckwerkstatt vorbeischauen, Klassiker wie Sprach- und PC-Kurse wurden ebenso angeboten. „Die Akzeptanz der Teilnehmer ist bisher wirklich sehr gut“, sagt Stetz, „und wenn man durchs Haus geht, sieht man, dass es in jeder Ecke nur so wuselt.“ Die Ismaninger scheinen die Aufforderung ihres Bürgermeisters also verstanden zu haben: Die Seidl-Mühle lebt!
Zumal in der Gemeindebibliothek ein schönes Lesecafe lockt, mit Blick – durch ein Bullauge – in den Mühlbach; und in die als Museum rekonstruierte historische Seidl-Säge. Die Ausstellung dort informiert über die Geschichte der Mühle, die Arbeitsabläufe im Sägewerk sowie wirtschaftliche und soziale Bedeutung der Anlage. cam
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