Ismaning - Schutz vor dem immer stärker werdenden Verkehrslärm von der B 471 will der Gemeinderat für die Ismaninger erreichen.
Darin sind sich alle einig, doch um den richtigen Lösungsweg, ausgehend von Anträgen der CSU und der SPD, haben die Räte am Donnerstagabend eineinhalb Stunden lang hart gerungen. Letztlich haben sich alle Fraktionen und Bürgermeister Michael Sedlmair (FWG) bewegt und einen Kompromiss gefunden.
Der Beschluss stellt vorneweg, dass es nicht Ziel der Gemeinde ist, einen mehrspurigen Ausbau der B 471 zu bekommen. Die von CSU und SPD vorgeschlagenen Lösungen sollen im Sinne einer Gesamtbetrachtung sowohl vom Verkehrsplaner Harald Kurzak als auch vom Büro Brilon geprüft werden. Weitere Ingenieurbüros sollen die von der CSU favorisierte Tunnellösung wahlweise eine tiefergelegte Galerie sowie die von der SPD verfochtene Galerie ohne Absenkung prüfen. "Im Sinne der betroffenn Bürger, aber auch der Gemeine war das eine gute Diskussion", sagte der Bürgermeister nachdem der Beschluss gefasst war. Er hatte vorher an alle appelliert, die Fraktionen dürften sich im Interesse der Betroffenen nicht gegenseitig blockieren.
CSU-Fraktionssprecher Walter Stenner stellte klar, dass die CSU nicht absolut auf einem mehrspurigen Ausbau bestehe. Wenn die Gesamtbetrachtung ergebe, dass zwei Fahrstreifen ausreichen wunderbar. Allerdings sprächen die Zahlen dagegen und er warne davor, die Augen vor dem Problem zu verschließen. In einem ersten Schritt wird die Gemeinde alle Lösungsansätze mit den Behörden besprechen und ausloten, was für Bedingungen für die Realisierung nötig sind; verbindlich. Damit etwas vorwärts geht.
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