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Am Leibniz-Rechenzentrum in Garching: Super-Computer für 135 Millionen Euro

Am Leibniz-Rechenzentrum: Super-Computer für 135 Millionen Euro

Garching - Der Garchinger Forschungscampus bekommt in den nächsten ein bis zwei Jahren den leistungsstärksten Rechner Europas, den „SuperMUC".

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Am Montag feierte das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) schon einmal das Richtfest des Rohbaus für den Rechnerwürfel, der auf einer Grundfläche von 1000 Quadratmetern entsteht.

Über die technischen Daten konnten die Gastgeber noch nicht viel sagen, da die Ausschreibung für die Technik derzeit noch voll im Gange ist. Sicher ist nur, dass der Super-Computer 100 000 bis 200 000 Prozessoren bekommt und mit 300 Terrabyte Arbeitsspeicher etwa die Leistung von 50 000 bis 100 000 Heimcomputern bekommt. So können mehrere Billiarden Rechenleistungen pro Sekunde ausgeführt werden. 2006 wurde der bisherige Rechnerwürfel gestartet und 2008 stellte der damalige LRZ-Leiter Heinz-Gerd Hegering den Antrag für den neuen Super-Computer.

Wenn dieser in Betrieb genommen wird, erfolgt die Abschaltung samt Abbau des bestehenden Rechners. Im alten Rechnerwürfel soll dann die Erweiterung des neuen Super-Computers mit dem Namen „SuperMUC“ installiert werden. Garching soll so in die weltweite Top Ten der Super-Computer aufsteigen.

„Das ist ein Meilenstein für die Sicherung des Wissenschaftsstandortes Garching“, sagte LRZ-Leiter Professor Arndt Bode. Er betonte, dass der Aufbau des Super-Computers auch möglichst niedrige Betriebskosten haben müsse. Die Investition für den Bau in Höhe von 135 Millionen Euro teilen sich der Bund und der Freistaat Bayern. „So etwas gibt es nur bei deutschen Superprojekten“, erklärte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann.

Bis zum Richtfest mussten die Baufirmen hart arbeiten, denn wegen einer behördlich angeordneten Biberruhe am nebenan gelegenen Wiesäckerbach hätte in den nächsten Wochen sogar ein Baustopp gedroht. Der ehemalige LRZ-Chef Heinz-Gerd Hegering konnte da nur den Kopf schütteln: „Der Biber wäre da 500 Meter weiter gezogen, bis der Lärm zu Ende ist. Der Biber ist hier vernünftiger als die Untere Naturschutzbehörde.“

Bürgermeisterin Hannelore Gabor jubelte über „einen Glücksfall für die Wissenschaft in Garching mit einem besonders innovativen Teil dieses Campus“ und betonte, dass solche Projekte ein Ansporn seien für das Zusammenwachsen von Stadt und Forschungscampus. Sie betonte, dass für diesen Prozess derzeit viele Bemühungen in Garching laufen. Landrätin Johanna Rumschöttel verwies darauf, dass auch der Neubau des Garchinger Gymnasiums eine Verbindung zu den Universitäten bringen solle. Für die Wirtschaft im Landkreis erwartet sie durch herausragende Wissenschaftseinrichtungen auch eine Stärkung.

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