Garching - In Garching entsteht ein Forschungszentrum für innovative Lasertechnologien zur Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen. So sollen Tumore besonders früh erkannt werden.

Hochleistungslaser für Laserblitze im Terawattbereich, wie sie im CALA eingesetzt werden; ein Terawatt sind eine Milliarde Kilowatt. Foto: Max-Planck-Institut für Quantenoptik
Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt von Technischer Universität München (TUM) und der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU). Das neue „Center for Advanced Laser Applications“ (CALA) führt die Expertise von Spitzenforschern der beiden Münchener Universitäten sowie des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik am Campus Garching zusammen. Der Wissenschaftsrat befürwortete jetzt die Bereitstellung von 63 Millionen Euro für den CALA-Neubau in Garching sowie einen Teilchenbeschleuniger (Synchroton) und einen Hochleistungslaser. Der Bund und das Land Bayern zahlen je 50 Prozent, meldet die TUM.
Der zweite Forschungsschwerpunkt von CALA liegt in der Tumortherapie durch Teilchenstrahlen aus Wasserstoff- und Kohlenstoffkernen. Solche Teilchenstrahlen sind viel schonender als zum Beispiel Röntgenstrahlen, da die Teilchenstrahlen auf ihrem Weg durch umgebendes Gewebe weniger Schaden anrichten und ihre Wirkung erst im Tumor entfalten. Normalerweise werden Teilchenstrahlen in großen Teilchen-Beschleunigern erzeugt. CALA dagegen nutzt dazu extrem kurze, starke Laserblitze, die die Teilchen aus dünnen Folien herausschlagen und in Richtung Tumor schießen. Eine solche Anlage wird wesentlich kompakter und preiswerter sein.
Professor Wolfgang A. Herrmann, Präsident der TUM ist überzeugt: „Mit CALA verstetigen wir die erfolgreiche Forschungsallianz mit LMU und den Max-Planck-Instituten, die wir unter anderem mit dem gemeinsamen Lasertechnologie-Exzellenzcluster ‚Munich Center for Advanced Photonics’ in Garching aufgebaut haben. Die Mittel für Neubau und Forschungstechnologie sichern den langfristigen institutionellen Bestand dieses Leuchtturmprojekts.“
Das Gebäude für CALA wird am Nordrand des Forschungscampus entstehen, gegenüber vom Walter-Schottky-Institut.
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